DAX tanzt in den Mai

Gastautor: Andreas Mueller
30.04.2010, 17:40  |  9047   |   |   
Erholungstendenzen zum Wochenausklang nach dem Griechenland-Spanien-Schock?

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Freundlich tendierten die asiatischen Handelsmärkte zum Wochenausklang. Der Hang Seng in Hongkong konnte um 1,6 Prozent steigen und somit wieder über 21.000 Punkten schließen. Ebenfalls eine runde Marke eroberte der Nikkei in Tokio. Mit einem Plus von 1,2 Prozent schloss er über wieder über 11.000 Punkten.
Mit diesen Vorgaben im Rücken konnte der DAX leicht über dem Donnerstag-XETRA-Schlusskurs eröffnen und dieses Niveau in der ersten Handelsstunde weiter ausbauen. Im Bereich von 6.200 Punkten stockte die Dynamik allerdings. Die Arbeitslosigkeit in der EU-Zone veränderte sich gegenüber dem Vormonat nicht und blieb somit bei 10 Prozent. Bis zum Mittag schmolzen die Gewinne in Folge dessen dahin. Um 13.00 Uhr notierte der DAX sogar leicht im Minus. Eine positive Hoffnung auf die US-Daten zum Bruttoinlandsprodukt verhinderte weiteren Abgabedruck. Mit 3,2 Prozent stieg das US-BIP im ersten Quartal nicht so stark wie im Vorquartal (5,6 Prozent) aber lag dennoch im Rahmen der Analystenerwartungen (1,8 bis 3,2 Prozent).

Die Eröffnung des Dow Jones knüpfte an die Erholung vom Vortag an. Auf den kurzen Test der Marke von 11.200 Punkten folgten negative Wirtschaftsdaten. Der US-Chicago-Einkaufsmanagerindex sank nach 63,8 Punkten im Vormonat überraschend auf 58,8 Punkte bei einer Erwartung von 59,9. Im Gegensatz dazu stieg der US-Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan auf 72,2 Punkte nach einem Wert von 69,5 im Vormonat. Der Dow Jones reagierte auf diesen Mix mit Abgaben. Zudem wurden Bankaktien mehrheitlich verkauft, allen voran Goldman Sachs mit einem Minus von 8,5 Prozent. Mit 11.106 Punkten schien sich nach diesem kurzen Gewitter jedoch ein Boden gebildet zu haben. Für den DAX bedeutete dies eine Abwärtsbewegung bis 6.085 Punkte mit anschließender Stabilisierung über 6.100 Punkten mit einem XETRA-Schluss bei 6.135. Die Tagesspanne lag somit zwischen +1 und -1 Prozent.

Nachdem sich der EUR/USD am Donnerstag über 1,32 stabilisieren konnte, reizten die Marktteilnehmer diesen Boden aus. Bis zum Mittag trieben Schnäppchenjäger und Short-Eindeckungen die europäische Einheitswährung auf 1,3340. In Folge der veröffentlichten US-Daten am Nachmittag kehrte wieder etwas Ernüchterung ein. Zum aktuellen Zeitpunkt kämpft der EUR/USD mit seinem Ausbruchsniveau bei der Marke von 1,3270.
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