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Zertifikate-Risiken beherrschbar Risikokontrollsystem von Scope hat sich bewährt

Gastautor: Sasa Perovic
11.06.2010, 12:16  |  4151   |   |   
Im Zick-Zack auf und ab – so bewegen sich die Kurse aktuell an den Börsen. Für Investoren heißt es in einer solch turbulenten Phase: einen kühlen Kopf und vor allem den Überblick bewahren. Insbesondere Intermediäre wie Bankberater und Vermögensverwalter, deren Kunden Zertifikate im Depot haben, müssen eine Vielzahl an Basiswerten, Strukturen und die Bonität der Emittenten einem permanenten Monitoring unterziehen, um die Risiken der Produkte zu beherrschen. Seit einem Jahr existiert ein Tool am Markt, das sie hierin unterstützt: das Risikokontrollsystem von Scope Analysis.

Das System war noch in der Entwicklungsphase, als im September 2008 die Insolvenz von Lehman Brothers die Märkte erschütterte und die Zertifikate-Branche besonders traf. Dass bei Produkten wie Bonus-Zertifikaten infolge abstürzender Kurse reihenweise die Schwellen rissen, war das eine Problem. Ein anderes wog deutlich schwerer: Erst jetzt wurde vielen bewusst, dass Zertifikate praktisch wertlos werden, wenn der Emittent in die Insolvenz geht. Und selbst Investoren, die mit dem Emittentenrisiko bei Zertifikaten vertraut waren, konnten im Falle Lehman kaum schnell genug reagieren. Denn bei den großen Ratingagenturen wie S&P erfolgte eine Herabstufung der Investmentbank viel zu spät. Einzig Scope Analysis hatte die Lehman-Zertifikate bereits drei Wochen vor der Insolvenz auf „distress“ gesetzt – dank einer innovativen Bewertungsmethodik, welche die sogenannten Credit Default Swaps (CDS) mittels eines dynamischen Ansatzes in die Bewertung einbindet. Die Nutzung der marktnahen und deshalb besonders aktuellen CDS-Werte war bis zu diesem Zeitpunkt selbst unter professionellen Investoren und Intermediären nicht verbreitet, die Kennziffern in der breiteren Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Heute sind die Credit Default Swaps als Messgröße für die Emittentenbonität in aller Munde. Ihr Einsatz in der Bewährungsprobe vor der Lehman-Insolvenz verhalf dem Risikokontrollsystem von Scope bereits vor dem eigentlichen Start zu einem glänzenden Auftritt im Markt.

Die Berater stehen vor
einer großen Herausforderung

Damals wie heute stehen Berater vor folgender Herausforderung: Immer mehr Kunden wünschen sich, dass ihre Berater sie nicht nur in der Auswahl von Zertifikaten unterstützen, sondern dass die Produkte auch einer permanenten Kontrolle unterzogen werden. Doch handelt es sich bei den Zertifikateportfolios der Kunden oft um eine große Anzahl an Produkten, die kontinuierlich überwacht werden sollen. Hier setzt das Scope Risikokontrollsystem an, das speziell für Intermediäre entwickelt wurde: Sowohl Marktrisiken als auch Bonitätsrisiken werden in diesem integrierten Tool überwacht. Vermögensberater haben so sämtliche Risikokomponenten fest im Blick und können dadurch einen Vermögensschaden bei Kunden verhindern oder zumindest begrenzen. Angesichts der folgeschweren Auswirkungen einer Emittenten-Insolvenz war bei Einführung des Systems zu erwarten, dass insbesondere die Beobachtung der Bonitäten für die meisten Nutzer im Vordergrund stehen würde. Nach einem Jahr hat sich diese Erwartung von Scope Analysis bestätigt: Intermediäre, die das Tool nutzen, möchten früh gewarnt werden, wenn sich eine Veränderung in der Bonität eines Emittenten ergibt. Wie bei allen anderen Kennziffern, die im System enthalten sind, können Berater auch hier je nach Anforderung ihrer Kunden selbst fünf Warnstufen definieren, bei deren Erreichen das System eine Warnmeldung absetzt und den Nutzer darüber hinaus per E-Mail benachrichtigt. Insbesondere die Spreads der CDS, die anzeigen, wie hoch der Markt das Ausfallrisiko eines Emittenten einschätzt, sind zuletzt wieder stark angestiegen, sodass zahlreiche Warnstufen erreicht und Alarmsignale ausgelöst wurden.
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