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Rohstoffe - COT-Report Großspekulanten stürzen sich auf Weizen

07.08.2010, 15:00  |  3485   |   |   
Der Agrarrohstoff Weizen durchlebt aufgrund der verheerenden Brände in Russland derzeit extrem turbulente Zeiten. Allein am Freitag schwankte der nächstfällige Future auf Weizen zwischen 725,60 und 841,00 US-Cents und ging mit einem Tagesminus von 7,6 Prozent ins Wochenende. In der Spitze übertraf der Kontrakt damit sein bisheriges Jahrestief bei 442,40 US-Cents (09.06.10) um über 90 Prozent. Innerhalb dieses Zeitraums gab es bei den Großspekulanten (Non-Commercials) einen massiven Stimmungswechsel. So wandelte sich deren Netto-Short-Position (negative Markterwartung) von über 47.000 Kontrakten in eine Netto-Long-Position (positive Markterwartung) von 20.542 Futures. Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wies auf Basis der Marktdaten vom Dienstag gegenüber der Vorwoche einen weiteren signifikanten Anstieg des Optimismus aus. So erhöhte sich die Netto-Long-Position großer Spekulanten recht deutlich. Innerhalb des Berichtszeitraums (27. Juli bis 3. August) zog sie von 7.212 auf 20.542 Kontrakte (+184 Prozent) an. Überraschenderweise gab es bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) im Berichtszeitraum keine signifikante Änderung ihrer Marktmeinung zu beobachten – ihre Netto-Short-Position stagnierte nämlich im Bereich um 26.000 Kontrakten.

Großspekulanten gehen massenweise long

Der wachsende Optimismus der Großspekulanten basierte in erster Linie auf einem starken Anstieg der long positionierten Futures von 102.938 auf 113.260 Kontrakte (+10,0 Prozent) bei zugleich rückläufigem Short-Exposure. So reduzierte sich die Short-Seite innerhalb einer Woche von 95.726 auf 92.718 Kontrakte und verstärkte dadurch die positive Markterwartung. Aufgrund des beträchtlichen Pessimismus der Kleinspekulanten ergab sich bei der kumulierten Marktposition großer wie kleiner Spekulanten aber weiterhin eine Netto-Short-Position, die sich allerdings von minus 18.437 auf minus 5.385 Kontrakte reduziert hat. Der unverändert starke Pessimismus der Kleinspekulanten war von einem nahezu identisch hohen Rückgang long wie auch short positionierter Futures gekennzeichnet. Angesichts der jüngsten Kursturbulenzen könnte der nächste COT-Report ein weiteres Mal starke Verschiebungen der Marktpositionen zum Inhalt haben. Fazit: Es bleibt spannend.

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