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Immobilienkonzern vor dem Sprung in den ATX

Gastautor: Christian Scheid
03.09.2010, 08:46  |  1079   |   |   
Im Jahr 2008 schlitterte die Immofinanz-Gruppe (ISIN AT0000809058/ WKN 911064) haarscharf an der Pleite vorbei. Heute, nur rund zwei Jahre später, spricht der Vorstandsvorsitzende Eduard Zehetner von der möglichen Zahlung einer Dividende für das laufende Geschäftsjahr. Außerdem hat der Firmenlenker den Wiener Leitindex im Visier: „Ich erwarte eine positive Entscheidung des Komitees Anfang September. Wenige Tage später könnten wir im ATX notieren“, sagte der Manager gegenüber dem deutschen Anlegermagazin Börse Online.

Die ATX-Aufnahme könnte die Immofinanz-Aktie beflügeln. Denn nach dem Niedergang der Gesellschaft im Zuge der Immobilienkrise haben sich die meisten Fonds aus dem Titel, mit dem leider auch Tausende Kleinanleger ihr Erspartes verloren haben, verabschiedet. Die Profis müssten sich rasch wieder eindecken. Ein Aufstieg in die erste österreichische Börseliga ist allerdings noch keineswegs ausgemachte Sache. Seit Jahren wird darüber gestritten, ob Immobilienaktien in den Index aufgenommen werden sollen oder nicht. Bislang hatte sich das Komitee stets dagegen entschieden.

Angesichts der jüngsten Erfolge wäre die ATX-Aufnahme allerdings nur die logische Folge. Denn nach dem abgeschlossenen Restrukturierungsprozess mit Abwertungen, Verkäufen, Kostensenkungen und der Reintegration der Tochter Immoeast ist Immofinanz operativ wieder in der Spur: Nach dem tiefroten Vorjahr hat das Unternehmen in der Periode 2009/2010 wieder einen Gewinn von knapp 200 Mio. Euro erzielt. Der Nettovermögenswert (Net Asset Value, NAV) liegt bei 4,78 je Aktie und übersteigt damit die aktuelle Notiz deutlich.

Mit einem Call-Optionsschein von der Erste Group Bank (ISIN AT0000A0JAT1/ WKN EB0J0C) setzen spekulative Anleger auf eine kurzfristige ATX-Aufnahme. Im Zuge dieser könnte die Immofinanz-Aktie, sofern der Gesamtmarkt mitspielt, wieder in die Nähe des Jahreshochs bei 3,30 Euro laufen. Beim Call würde das einem Plus von rund 80 Prozent entsprechen. Auch längerfristig ist ein Engagement wegen des hohen Abschlags des Basiswerts zum NAV interessant.
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