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Silber Seitwärtsbewegung vor dem Ende?

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Nachrichtenquelle: X-markets
10.09.2010, 10:43  |  1149   |   
Angesichts der letzten besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten scheint die Angst der Anleger vor einem erneuten Abrutschen der amerikanischen Wirtschaft in die Rezession erst einmal ein wenig in den Hintergrund getreten zu sein. Die Aktienkurse zogen zuletzt jedenfalls deutlich an. Von der verbesserten Stimmung profitierte auch der Silberpreis, der auf den höchsten Stand seit März 2008 kletterte. Aus rein charttechnischer Sicht würden damit die Chancen steigen, dass die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate vor dem Ende stehen könnte.

Sollte sich die konjunkturelle Lage weiter aufhellen, könnte der „kleine Bruder“ des Goldes auf mittlere Sicht über Nachholpotenzial verfügen. Denn anders als Gold, das lediglich in der Schmuckindustrie Anwendung findet, kommt Silber in vielen Industriebereichen zum Einsatz. Zu nennen ist hier vor allem die Elektrobranche. Aber auch in der Medizin- und Solartechnik oder in der Wasserreinigung und -aufbereitung wird Silber immer wichtiger.

Aufgrund der stärkeren industriellen Verwendung ist der Silberpreis aber auch wesentlich abhängiger von der konjunkturellen Entwicklung als Gold. Dies ist auch der Grund dafür, warum Silber in der Regel höheren Preisschwankungen unterliegt als Gold. Für eine mögliche Aufholjagd gegenüber dem Gold könnte die aktuelle Gold-Silber-Rate sprechen. Derzeit benötigt man 62 Unzen Silber, um eine Unze Gold zu kaufen. Der langjährige Durchschnittswert liegt bei 56. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren sehr viel mehr Geld in die Erschließung neuer Goldvorkommen geflossen ist als bei Silber.

Die stärkere Konjunkturabhängigkeit birgt aber natürlich auch Risiken. Sollte die Dynamik der wirtschaftlichen Erholung weiter abnehmen, könnten erhebliche Rückschläge drohen. Im Jahr 2008 beispielsweise gingen die Silberkäufe der Industrie im Zuge der Wirtschaftskrise um fast 30 Prozent zurück. Der Preis brach vom Hoch im März 2008 bis Oktober um gut 60 Prozent ein.

Trotz dieses zwischenzeitlichen Einbruchs hat sich der Silberpreis seit Jahren per Saldo nach oben bewegt und konnte sich gegenüber seinem Tief im November 2001 bei gut 4 Dollar in der Spitze mehr als verfünffachen. Am 07. September 2005 notierte der Preis bei 7,05 Dollar, am 07. September 2006 bei 12,55 Dollar. Ein Jahr später, am 07. September 2007, lag der Preis bei 12,51 Dollar. Am 05. September 2008 stand der Silberpreis bei 12,22 Dollar. Sein zwischenzeitliches Hoch erreichte er im März 2008 bei 21,35 Dollar.

In der Folge ging es im Zuge der Wirtschaftskrise deutlich bergab. Im Tief fiel die Notierung im Oktober 2008 auf 8,40 Dollar, startete von hier aus aber eine nachhaltige Aufwärtsbewegung. Am 07. September 2009 lag der Silberpreis bereits wieder bei 16,29 Dollar und setzte den Anstieg bis Dezember letzten Jahres fort. Seitdem bewegt sich die Notierung per Saldo seitwärts. Dabei verhinderte die runde 20-Dollar-Marke gleich mehrfach ein weiteres Vorankommen.

Nun ist der Preis erneut an der runden Marke angelangt. Gelingt es diesmal, diese massive Hürde zu überspringen, könnten weitere Preissteigerungen folgen. Für diesen Fall wäre zunächst ein Angriff auf das Hoch von 2008 bei 21,35 Dollar denkbar. Darüber würde sich aus charttechnischer Sicht weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen. Risikobereitere Anleger, die steigende Notierungen erwarten, könnten darauf mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN: DB8SQ2) spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt aktuell bei 3,2, das Stop-Loss-Niveau bei 14,45 Dollar.

Sollte der Silberpreis hingegen erneut an dieser massiven Widerstandszone scheitern, könnte dies eine Korrektur auslösen, die durchaus bis an die charttechnische Haltezone in der Region um 17 Dollar reichen könnte. Risikobereitere Anleger, die mit fallenden Preisen rechnen, könnten darauf mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN: DE225U) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 4,3, das Stop-Loss-Niveau liegt bei 23,10 Dollar. Ein mögliches Währungsrisiko muss bei einer Investition beachtet werden.

Stand: 10.09.2010

Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Der maßgebliche Prospekt für die genannten Wertpapiere kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.
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