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    Jahreshoch DAX

    Die Spannung steigt stärker als das Kursniveau, doch bald sollte sich dies ändern. Reicht die Kraft für eine Jahresendrallye oder folgt Ernüchterung?

    Rückblick 2010

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    Das Börsenjahr startete sehr dynamisch mit einem Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten im DAX (WKN 846900). Dieses Niveau konnte jedoch nicht lange verteidigt werden. Unsicherheiten bei den Staatsfinanzen einiger Euroland-Mitglieder und schwache Volkswirtschaftsdaten gaben der Angst einiger Anleger und Investoren Nahrung. Nach einem Kursrückgang von etwa 10 Prozent drehte die Stimmung jedoch erneut dynamisch. Der erneute Anlauf auf Kursmarken oberhalb von 6.000 Punkten gelang sehr zügig. Allerdings sollte diese Marke die Anleger noch längere Zeit in ihren Bann ziehen, denn bereits im Mai zeigte der DAX was Volatilität bedeutet. Unter enormen Schwankungen bewegte sich der Aktienmarkt fortan in einer Seitwärtsrange.

    Was bedeutet das für Investoren? Je größer die verwaltete Geldmenge ist, desto schwerfälliger ist die Bewegung dieser am Kapitalmarkt. Wie der Richtungswechsel eines Tankers auf hoher See benötigt ein institutioneller Investor oder eine Fondsgesellschaft längere Zeit für das Aussteuern der Fahrt. Umso schwieriger verhält es sich bei schnell wechselnden Bewegungsmustern. Hierbei steigen die Transaktionen und massiv an und drücken auf die Performance. Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele Anlageprodukte und Gesellschaften per Saldo in den letzten Monaten keine positive Rendite erwirtschaften konnten - wie auch, wenn beispielsweise ein Trendfolgesystem die Basis ist und dieses ständig neue (gegensätzliche) Signale generiert.

    Der Blick auf den Jahreschart unterstreicht dies. Unterstellt man eine Anlage zum Jahresanfang, wird dieser Punkt ungewöhnlich häufig angelaufen. Im Ergebnis konnte sich der DAX nicht nachhaltig von dieser Marke entfernen.



    Aufwärtstrend intakt

    Aus Sicht der Charttechnik ist dennoch ein Aufwärtstrend zu identifizieren. Dieser verläuft ab dem Tief im vierten Quartal 2009 bis zur eben benannten Marke von 6.000 Punkten. Langfristige Investoren nutzen diese hohe Zeiteinheit für ihre Positionierungen. Insofern ist diese Ansicht immer wieder notwendig, um eine Orientierung des Geldflusses zu erhalten.



    Widerstand im Chart

    Trotz Aufwärtstrend hat sich ein Widerstand etabliert. Dieser verläuft oberhalb von 6.300 Punkten und wurde seit April mehrfach zum Verkauf von Marktteilnehmern genutzt.



    Wie geht es weiter?

    Technisch betrachtet stellt die Kombination aus Widerstand und Aufwärtstrend eine Dreiecksformation dar. Diese sorgt bei Auflösung für eine nachhaltige Bewegung.



    Genau darauf warten aktuell viele Marktteilnehmer. Einige sind bereits positioniert, aber eine Vielzahl wird erst den Ausbruch abwarten (bzw. dessen Bestätigung) und dann auf die so entstandene Bewegung "aufspringen". Dies verstärkt den Trend ebenso, wie die entsprechenden Stopp-Auflösungen der "Falsch-Positionierten" Akteure. Es ist an diesen Linien folglich Vorsicht für bereits investierte und eine gute Chance für nicht-investierte Marktteilnehmer gegeben. Die Schnellbote können hier am Fahrwasser der großen Tanker solide partizipieren : - )

    Meine Meinung zum bevorstehenden Ausbruch und natürlich die Meinungen von anderen Diskussionsteilnehmern stehen an folgender Stelle zum Austausch bereit.



    Ich freue mich auf eine angeregte fachliche Diskussion und wünsche allen viel Erfolg im Handel.

    Bernecker1977
    (Andreas Mueller)





    Verfasst von Andreas Bernstein
    Jahreshoch DAX Die Spannung steigt stärker als das Kursniveau, doch bald sollte sich dies ändern. Reicht die Kraft für eine Jahresendrallye oder folgt Ernüchterung? Rückblick 2010 Das Börsenjahr startete sehr dynamisch mit einem Sprung über die …

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