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Trading-Gezwitscher DAX 7.000 - und nun?

Gastautor: Andreas Mueller
07.12.2010, 19:02  |  3002   |   |   

Eine runde Marke zieht immer die Aufmerksamkeit der Marktbeobachter und Akteure auf sich. Wie kam es dazu und wie geht es weiter?

Rückblick zur Analyse November

 

Unter dem Titel „DAX zur Halbzeit der Jahresendrallyie“ vom 23.11.2010 rückte ich den erfolgten Ausbruch aus der Entscheidungszone des Deutschen Aktienindex in den Mittelpunkt.

(http://www.wallstreet-online.de/nachricht/3057725-trading-gezwitscher- ...)

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Bei etwa 6.800 Punkten stockte diese eindrucksvolle Dynamik völlig verständlich, denn im internationalen Vergleich ließ der DAX alle anderen Aktienindizes bereits weit hinter sich. Eine Konsolidierung auf diesem Niveau ermöglichte zudem den Abbau von überkauften Indikatoren im Rahmen der Charttechnik und eine Bereinigung des Marktes von so genannten „zittrigen Händen“. Dieser Ausdruck steht für kurzfristige Anleger und Investoren und symbolisiert die Bereitschaft einer schnellen Liquidierung bestehender Positionen.

 

Marktbereinigung ist gesund

 

Im Rahmen dieser Konsolidierung gab es somit endlich neues Futter für die hungrigen Bären. Mit über einhundert Punkten Tagesminus zeigte der DAX mehrfach eindrucksvoll, dass die Börse keine Einbahnstraße ist. Zwischen 6.660 und 6.700 Punkten erhielt der Markt jedoch immer wieder  Unterstützung von den so genannten „starken Händen“.  Dieses Kursniveau wurde in Folge dessen eindrucksvoll als Anlass für neue Engagements seitens der unterinvestierten Marktteilnehmer genutzt. Gerade zum Jahresultimo sind insbesondere Versicherungen und Fondsgesellschaften gezwungen, ihre Liquiditätsbestände anzupassen. Im Umfeld steigender Aktienmärkte und niedriger Zinsen mangelt es nach wie vor an Alternativen zu erstklassigen Wertpapieren. Dazu zählen die DAX-Unternehmen zweifelsohne. Ein schwacher Euro zum US-Dollar untermauert die Attraktivität des Exportsektors. So standen vornehmlich Automobilwerte auf der Kaufliste der Interessenten.

 

Adventsschub über 7.000

 

Jede Konsolidierungszone muss sich irgendwann auflösen. In diesem Fall erfolgte der Ausbruch Trendkonform erneut auf der Oberseite. Mit einem Überschreiten des bis dato existierenden Doppeltops bei 6.900 Punkten generierte der DAX ein neues Kaufsignal für alle Zykliker. Darauf wurden selbstverständlich auch alle Finanzmedien aufmerksam. Zum Greifen nah stand die psychologische Marke von 7.000 Punkten neben der Kurstafel. Heute sollte es soweit sein. Nach einem unentschlossenen Start verteidigte der DAX das Kursniveau der vergangenen Tage und eroberte bereits am Vormittag das runde Ziel. Zur Erinnerung: das erste Mal wurde dieses Niveau am 14.01.2000 überschritten.

 

DAX Konsolidierung Bernecker1977

 

Doch was kommt danach? Mangels Impulsen aus der Volkswirtschaft passierte bis zum Start der US-Märkte wenig bis nichts. Dort wurde im Dow Jones bereits ein Eröffnungs-GAP von 80 Punkten als Geschenk frei Haus geliefert. Dankbar nahmen die Anleger auf der anderen Seite des Teiches dies an und sorgten somit für einen kleinen Hauch von Verkaufsdruck am Nachmittag. Trotz dieser Makulatur schaffte der DAX zum XETRA-Schluss mit 7.001 Punkten sein Highlight und damit ein neues Jahreshoch – Gratulation!

 

Die Zukunft beginnt mit der Analyse der Vergangenheit

 

Bei aller Euphorie sollte man nicht nervös und unüberlegt agieren. Während bis September per saldo in Jahr 2010 eine Nullperformance erzielt wurde, glänzte der DAX nun binnen 3 Monaten mit einem Anstieg von 13 Prozent. Dass dies nicht mit selbiger Geschwindigkeit unendlich fortgesetzt werden kann, beweist die Statistik. In dieser ist eine durchschnittliche DAX-Rendite von etwa 7 Prozent (leichte Abweichungen je nach Berechnungsmethode) gelistet. In den vergangenen 12 Monaten stieg der DAX jedoch um 20 Prozent. Zuviel des Guten?

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3 Kommentare

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Kommentare

Der Dezember ist traditionell einer der besten Börsenmonate. Daher denke ich, daß wir (wie Tribun100 auch schon angemerkt hat)
bis Weinachten noch auf 7100-7150 steigen werden. Im neuen Jahr werden wir eine größere Konsolidierung erleben (Richtung 6600) welche gesund und wichtig ist für neue Höhen Richtung 8000...
wahrscheinlich geht er wieder den weg des größten schmerzes und steigt einfach weiter. viele marktteilnehmer gehen von einer korrektur aus und beginnen mit shortpositionen. also eigentlich wie immer.
" In der Regel wird eine 1.000er-Schwelle nicht nur durchbrochen, sondern mehrfach gehandelt, getestet und umworben ".

Eben, genau das denke ich auch.
Könnte mir vorstellen, das 7100 die letzte Haltestelle vor Weihnachten ist und sich erst im neuen Jahr der up trend - letztendlich - fortsetzen wird.

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