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Wirtschaftspolitik Das wahre Gesicht des K.-T. zu Guttenberg

Gastautor: Heiko Schrang
16.12.2010, 17:46  |  10497   |  11   |   

Mit Hilfe der Medien baut sich gerade der Minister Karl-Theodor zu Guttenberg systematisch zum kommenden Kanzlerkandidaten der Union auf. Die Masse der Bevölkerung hält ihn ohnehin für einen der sympathischsten Vertreter der aktuellen Regierung. Er hat scheinbar leichtes Spiel, denn nur wenige kennen sein wahres Gesicht.

In den 250.000 diplomatischen US-Depeschen, die im Besitz der Internetplattform WikiLeaks befinden, wurde über diverse deutsche Politiker geschrieben, wie die US-Regierung ihre Verbündeten sieht. Zusammenfassend kann man sage, dass einigen deutschen Politikern Unfähigkeit und Inkompetenz zugeschrieben wird und der eindeutige Liebling der Amerikaner Karl-Theodor zu Guttenberg ist. In den Depeschen wird zitiert: „Hoffnungsträger der USA, außenpolitischer Experte, Transatlantiker und Freund der USA“. Mit anderen Worten: ein unkritischer Gefolgsmann der amerikanischen Außenpolitik.

Betrachtet man die politischen Ergebnisse von Gutenberg in seiner kurz bemessenen Wirkungszeit genauer, sind diese eher unterdurchschnittlich. In Vergessenheit ist mittlerweile schon die Kundus-Affähre geraten, in der CSU-Politiker Guttenberg massiv unter Druck geriet, als ihn der Generalinspektor Schneiderhan, der auch in der Opposition den Ruf eines gelassenen und moderat agierenden Soldaten genießt, der Lüge bezichtigte. Nicht zu vergessen ist auch das Outsourcen diverser, durchaus sensibler Gesetzesvorschläge an eine private Anwaltsfirma anlässlich der Staatsübernahme maroder Banken.

Des Weiteren konnte WikiLeaks enthüllen, dass die deutsche Regierung in Wirklichkeit gar nicht für das deutsche Volk, sondern für die amerikanische Regierung arbeitet. Dies bedeutet, dass Deutschland in der Regel nur fremde Interessen vertritt, mit einem großen Auftraggeber im Hintergrund und möglichst zukünftig im Vordergrund mit ihrem Liebling zu Guttenberg.

Abseits der aktuellen Guttenberg-Show in den Medien verblassen essentielle Wirtschaftsmeldungen, die aber für jeden von Interesse sein sollten, wie beispielsweise das Plädoyer des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaft), welches sich für eine einmalige Vermögensabgabe bzw. eine Reform der Erbschaftssteuer ausspricht. Dem DIW zufolge betrage das Nettoprivatvermögen in Deutschland 7,3 Billionen Euro. Ferner stellten sie fest, dass das Privatvermögen schneller als die Wirtschaftsleistung gewachsen sei. Dagegen sei laut DIW der deutsche Staat völlig überschuldet. Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise sei die Staatsverschuldung auf mehr als 75 % des BIP mit fast 1,8 Billionen Euro angewachsen. Als Konsequenz daraus empfehlen die so genannten Wirtschaftsforscher ein Konsolidierungsprogramm mit einem ausgewogenen Mix aus Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Die Mehrfachbesteuerungspläne bereits versteuerten Vermögens kommen einer Quasi-Enteignung gleich. Diese Vorschläge kamen zum größten Teil von Herrn Zimmermann (DIW), dessen Einschätzungen von der Bundesregierung als zukunftsweisend gewertet werden. Derselbe Zimmermann forderte vor einiger Zeit: „Wir brauchen mehr Zuwanderung.“ und er sprach von 500.000 Zuwanderern pro Jahr (!) die Deutschland benötigen würde.

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11 Kommentare

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Kommentare

@Kwerdenker

getroffene hunde bellen, nur leider wieder mit wenig substanz ;)

diesmal dafür mit dem anwurf der "bösartigkeit" und der erneut unbegründet in den raum gestellten angeblichen "emotionalität".
das ist ein bisschen wenig.

wie ihnen vielleicht nicht entgangen ist, habe ich an keiner stelle unmittelbar bezug auf den beitrag von herrn schrang genommen. wie ich zu der von ihnen so apostrophierten "ansammlung von tendenziösen halbwahrheiten und beschuldigungen" stehe, können sie nicht wissen. ihre insinuation geht also ins leere.

ich gehe im übrigen davon aus, dass herr schrang keinen großen apparat für strategische kommunikation bemüht, wie dies herr zu guttenberg tut.
was wann von welchem rechner aus gesendet wurde lässt sich leicht anhand der jeweiligen ips nachvollziehen, vielleicht möchten sie ja diesbezüglich beim board einmal nachhaken?

wie gesagt: solange sich kommentare nach dem genannten strickmuster gehäuft finden, kann einem höchstens angesichts der kritiklosigkeit derjeniger, bei denen diese art der meinungsmache verfängt, angst und bange werden. nichts für ungut.
@ Herr Wieck

Während ich selbst mich bewusst mit Angriffen auf den Autor dieser merkwürdigen Ansammlung von tendenziösen Halbwahrheiten und Beschuldigungen zurückhielt, sehe ich nun, dass Sie sich eigens zur Verteidigung dieses Autors angemeldet haben und in eher bösartiger Weise jeden angreifen, der diesen Autor kritisiert. Na, wenn das mal kein Verstoß gegen die Boardregeln ist.;)

Anyway, Sir - der Anschein ist schon nicht glücklich, Ihre Worte sind noch weniger überzeugend. Wenn Herr Schrang nämlich wirklich jemanden zu seiner Verteidigung brauchte - ob eine eigene Zweit-ID oder jemanden, den er dazu beauftragt - dann sollte sich dieser "Verteidiger" wohl eher durch etwas weniger Emotionalität und vor allem mehr Sachlichkeit auszeichen.

Was dann als "Substanz" der Beiträge beim geneigten Leser übrigbleibt, verehrter Herr Wieck, das dürfen Sie getrost den Lesern selbst überlassen. Die meisten sind diesem Meinungsaustausch intellektuell sicher gewachsen.;)
Herr Schrang versucht so Aufmerksamkeit für sein eigenes Unternehmen zu bekommen. Dieses verdient bekanntlich an der Angst und der Unwissenheit der "Systemkritiker"... Da vernünftige Menschen kein Geld für diese substanzlosen Seminare bezahlt, ist dies als klassische Abzocke zu interpretieren - eigentlich eine Schande. Ein kurzer Blick auf die Internetseite zeigt schon an Hand von unskalierten Grafiken ohne relativen Bezug zur Wirtschaftsleistung die Qualität der angeblich neutralen Informationsvermittlung
Auch ich stehe dem Freiherrn eher skeptisch gegenüber,viel zu glatt und perfekt wirkt er auf mich.
Dieser Artikel ist allerdings ausserordentlich konfus.Die einzige "Enthüllung " ist doch, dass er als "Freund der USA" bezeichnet wird.
Ansonsten wird über das DIW geschimpft und die ungarische Rentenreform, und am griechischen Generalstreik ist wohl auch Guttenberg schuld.
Si tacuisses, Herr Schrang.
Oder kurz gesagt: Thema verfehlt, 6 .
mich würde interessieren, welchen guttenberg sie denn nun meinen?

den k.t. zu guttenberg, oder den k.t. gutenberg.

ich leite einmal ab:
so schlampig der autor, so dämlich der output.

Disclaimer

Gastautor

Heiko Schrangbeleuchtet regelmäßig die Themen Inflation und Staatsbankrott und berichtet über Sachwertanlagen wie 1A-Immobilien als Kapitalanlagen. Seit 2005 hält Heiko Schrang zudem Vorträge zu den Themen Inflation, Gold und Finanzkrisen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.macht-steuert-wissen.de

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