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Wöchentlicher Devisenkommentar US-Dollar profitiert von Krisenstimmung in Korea und Europa

Gastautor: Torsten Gellert
21.12.2010, 11:36  |  1034   |   |   

„Sollte sich die Krise zwischen Nord- und Südkorea weiter zuspitzen, könnte am Devisenmarkt eine Flucht in sichere Anlagen einsetzen. Davon würde vor allem der US-Dollar profitieren“, meint Torsten Gellert, Managing Director von FXCM Deutschland.

„Sollte sich die Krise zwischen Nord- und Südkorea weiter zuspitzen, könnte am Devisenmarkt eine Flucht in sichere Anlagen einsetzen. Davon würde vor allem der US-Dollar profitieren“, meint Torsten Gellert, Managing Director von FXCM Deutschland.

In den vergangenen Tagen hat die Risikoneigung der Investoren unter der weltweiten Krisenstimmung gelitten. Neben der angespannten Situation in Korea trug dazu auch die nicht enden wollende Schuldenkrise in Europa bei. Der EU-Gipfel in Brüssel Ende vergangener Woche konnte Investoren nicht beruhigen. Nachdem die Schaffung eines permanenten Krisenmechanismus als dauerhafte Lösung vorgeschlagen wurde, stieg das Niveau der Credit Default Swaps von europäischen Peripheriestaaten sogar an.

„Diese Lösung beinhaltet keine Ausweitung des momentan wirksamen EU-Rettungsschirms. Das bereitet den Marktteilnehmern Sorge. Schließlich wäre die Rettung einer großen Volkswirtschaft wie etwa Spanien deutlich teurer als die Finanzierung von Irlands oder Griechenlands Schuldenkrise“, erläutert Gellert. „Hinzu kommt, dass die Umsetzung dieser Lösung Langfristigkeit erfordert. Die Probleme stehen allerdings bereits jetzt vor der Haustür.“

Von der schwierigen Lage in Korea und in Europa profitiert derzeit der US-Dollar. Der Greenback wird damit einmal mehr seiner klassischen Rolle als „sicherer Hafen“ gerecht, auch wenn sich die wirtschaftliche Situation in den USA bislang noch nicht überzeugend stabilisiert hat. Momentan behalten Trader die Situation gespannt im Auge – jedes Zeichen für eine Verstärkung der Krise würde dem US-Dollar weiteren Auftrieb verleihen.

„Andererseits könnte sich eine Entspannung der politischen Situation wahrscheinlich in einer Gegenbewegung niederschlagen“, meint Gellert. Er gibt außerdem zu bedenken: „In der Vorweihnachtswoche ist der Markt weniger liquide als sonst. Eine kritische Stimmung am Markt könnte daher zu schärferen Intraday-Kursbewegungen als sonst führen.“ 



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