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Rohstoffe Gold: Trotz Zinserhöhung in Rekordlaune

06.04.2011, 08:44  |  1316   |   |   

Inflationsbefürchtungen, der Libyen-Krieg und die europäische Schuldenkrise haben wieder zu einer Flucht in Gold geführt.
Im frühen Mittwochshandel markierte der am aktivsten gehandelte Gold-Future ein neues Rekordhoch bei 1.458,50 Dollar. Mit der Zinserhöhung möchten die Chinesen zwar die Inflation bremsen, es stellt sich allerdings die Frage, wie stark das Wirtschaftswachstum unter den steigenden Zinskosten zu leiden hat. Zunächst reagierte der Goldmarkt negativ auf die Anhebung der Zinsen, weil man dadurch zum einen höhere Opportunitätskosten erwartet und zum anderen die Zuflüsse in Goldinvestments abebben könnte. Chinesen sind beim gelben Edelmetall nach Indern die stärksten Nachfrager. Ben Bernanke betonte am Montag noch, dass er die wachsende Inflation als temporärer einstuft. Man darf gespannt sein, ob er Recht behält. Falls nicht, dürfte der Goldpreis in den kommenden Wochen und Monaten neue Höchststände markieren.
Am Mittwochvormittag zeigte sich der Goldpreis mit leicht anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 3,20 auf 1.455,70 Dollar pro Feinunze.
    
Kakao: Krisenbedingter Preissturz

Nachdem das Ende des bisherigen Machthabers Gbagbo nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint, könnte in Kürze der rechtmäßige Wahlsieger Quattara die Macht in dem Land des weltgrößten Kakaoproduzenten übernehmen. Über die Kapitulation und die Ausreise Gbagbos soll allerdings noch verhandelt werden. Am Kakaomarkt geht man nun davon aus, dass die Kakao-Lieferungen des Landes wieder aufgenommen werden und die angespannte Angebotslage aufgelöst wird. Nun stellt sich jedoch die Frage, ob eine starke Abwärtstendenz des Kakaopreises anhalten wird. Da sich dessen Preis bereits seit Anfang März von 3.750 auf 2.900 Dollar ermäßigt hat, liegt die Vermutung nahe, dass an den Terminmärkten die Kapitulation des alten Machthabers bereits vorweggenommen worden ist.
Am Dienstag schloss der Kakaopreis mit deutlichen Verlusten. So ermäßigte sich der nächstfällige ICE-Future auf Kakao um 52,00 auf 2.968,00 Dollar pro Tonne.


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