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Börsen in BRIC Uneinheitlich, Infosys brechen nach Zahlen ein

Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
15.04.2011, 11:31  |  1436   |   |   

Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index (ISIN DE000A0C4CK9/ WKN A0C4CK) kann am Freitag wieder Zugewinne verzeichnen. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, rückt derzeit um 0,39 Prozent auf 464,18 Punkte vor. Die US-Börsen konnten sich gestern im Handelsverlauf von ihren anfänglichen Verlusten erholen und drehten teilweise in die Gewinnzone.

Die Märkte in Russland können im bisherigen Handelsverlauf leicht zulegen. So verbessert sich der RTS-Index momentan um 0,30 Prozent und notiert bei 2.034,84 Stellen. Sberbank geben allerdings gegen den insgesamt positiven Trend um 0,3 Prozent nach, während Gazprom leicht überproportional um 0,4 Prozent zulegen können. LukOil können sich sogar um 1,1 Prozent verteuern.

In Brasilien kam es gestern erneut zu Verlusten. Nach einem durchwachsenen Start konnte sich der Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) zwar lange in der Gewinnzone behaupten, am Ende drehte der Index aber doch ins Minus und ging mit einem Abschlag von 0,31 Prozent auf 66.278,89 Zählern aus dem Handel. Als Belastungsfaktor wirkten dabei auch enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt. Banco do Brasil verbilligten sich um 0,7 Prozent, während Petrobras ebenfalls um 0,7 Prozent nachgaben. Vale verloren schließlich 0,2 Prozent an Wert.

In China gingen die Märkte unter dem Einfluss zahlreicher Konjunkturdaten mit uneinheitlicher Tendenz aus dem Handel. Auf die Stimmung drückten dabei Sorgen bezüglich einer möglichen Straffung der chinesischen Geldpolitik. Der Shanghai Composite verbesserte sich am Ende um 0,26 Prozent auf 3.050,53 Punkte, während in Hongkong der Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) ganz leicht um 0,02 Prozent auf 24.008,07 Stellen nachgab. Damit konnte sich der Index am Ende aber noch über der Marke von 24.000 Punkten, die im Handelsverlauf unterschritten wurde, behaupten. Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Quartal 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde leicht abgebremst. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 9,7 Prozent, nach 9,8 Prozent im vierten Quartal. Die Prognose der Volkswirte hatte nur auf ein Plus von 9,4 Prozent gelautet. Ferner zogen die chinesischen Erzeugerpreise im März 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,3 Prozent an. Davor war das Preisniveau im Februar lediglich um 7,2 Prozent gestiegen. Auch die chinesischen Verbraucherpreise sind im März 2011 erneut mit hohem Tempo angestiegen. So kletterten die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,4 Prozent, nach 4,9 Prozent im Februar. Hierbei handelt es sich um die höchste Jahresteuerung seit August 2008. Das Inflationsziel der Regierung von 4 Prozent wurde damit deutlich überstiegen. Schließlich hat sich der kräftige Anstieg beim chinesischen Einzelhandelsumsatz im März 2011 noch mal beschleunigt. Demnach kletterten die Umsatzerlöse der Einzelhändler gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,4 Prozent. Volkswirte hatten nur eine Umsatzsteigerung von 16,5 Prozent prognostiziert, nach einem Plus von 11,6 Prozent im Februar. Die Aktie des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile entwickelte sich etwas schlechter als der Gesamtmarkt und gab um 0,3 Prozent nach, während die Titel des Mischkonzerns Hutchinson sogar 0,6 Prozent an Wert verloren.

Nachdem in Indien gestern nicht gehandelt wurde, präsentiert sich der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) heute in sehr schlechter Verfassung und gibt momentan um 1,57 Prozent auf 19.388,26 Punkte nach. Im Blick der Investoren stehen dabei insbesondere auch die Anteilsscheine von Infosys Technologies (ISIN US4567881085/ WKN 919668). Der Softwarekonzern verzeichnete im vierten Quartal zwar einen Gewinnanstieg, verfehlte aber wegen steigenden Kosten und der stärkeren Indischen Rupie (INR) die Erwartungen der Analysten. So lag der Umsatz mit 72,5 Mrd. INR über dem Vorjahreswert von 59,4 Mrd. INR. Analysten waren zuvor allerdings von einem Umsatz in Höhe von 73,6 Mrd. INR ausgegangen. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 18,2 Mrd. INR bzw. 31,82 INR je Anteilsschein verzeichnet, nach zuvor 16 Mrd. INR. Analysten hatten hier zuvor einen Nettogewinn in Höhe von 18,5 Mrd. INR erwartet. Die Aktie bricht als schwächster Wert im SENSEX um 9,6 Prozent ein. Auf Platz zwei der Verkaufsliste finden sich die Papiere des IT-Dienstleisters Wipro mit einem Verlust von 5 Prozent wieder. Auch die Aktien des Konkurrenten Tata Consultancy Services zeigen sich heute mit einem Abschlag von 1,3 Prozent in schwacher Verfassung. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fahren die Titel von Hero Honda um 3,3 Prozent vor. Die Papiere des Konkurrenten Bajaj Auto können sich mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent ebenfalls erfolgreich gegen den negativen Trend stemmen.(15.04.2011/ac/n/m)

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