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Nach Kurssturz kaufenswert?

Premium: TradeCentre
30.08.2011, 08:30  |  1655   |   |   

Das IT-Systemhaus erzielte ein solides Zahlenwerk für das erste Halbjahr 2011. Im Berichtszeitraum expandierte der Umsatz um satte 23 Prozent auf 251,5 Millionen Euro. Im Vergleich Q2 zu Q2 betrug das Wachstum mehr als 19 Prozent. Die Zuwächse sind im Wesentlichen auf organisches Wachstum zurückzuführen. Ohne die jeweilige Bereinigung um wesentliche Einmaleffekte, Erträge aus der Kapitalkonsolidierung und Akquisitionen sowie Abschreibung für immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation im aktuellen Berichts- sowie im Vorjahr erzielte Cancom ein EBITDA von 10,8 Millionen Euro in der ersten Jahreshälfte. Das EBIT erreichte 7,6 Millionen Euro und das Nettoergebnis 4,4 Millionen Euro oder 44 Cent je Aktie. Bereinigt erzielte die Firma ein EBIT von 8,8 Millionen Euro und einen Gewinn von 5,3 Millionen Euro oder einen Profit je Aktie von 51 Cent.

Vorstandschef Klaus Weinmann zeigt sich im Gespräch mit TradeCentre mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden. Strategisch hat sich der CEO zudem von nicht profitablen Umsätzen getrennt. Cancom veräußerte jüngst die Einheit HOH Home of Hardware für drei Millionen Euro. Der wegfallende Umsatz liegt bei 61 Millionen Euro. Nach eigenen Angaben wurde mit dem Geschäft kein Geld verdient, sondern sogar ein leichter Verlust produziert. Ebenfalls zum Verkauf steht die Cancom UK. Sie erzielt Einnahmen von 20 Millionen Euro. „Wir wollen uns komplett vom margenschwachen B2C-Geschäft trennen und uns auf ertrags- und wachstumsstarke Marktsegmente wie IT-Lösungen und Managed Services fokussieren. Unser Portfolio richtet sich auf das B2B-Geschäft und auf den IT-Trend Cloud Computing aus“, sagt der CEO. Wie Sie vermutlich noch wissen, war das Ziel von Weinmann schnellstmöglich eine EBITDA-Marge von fünf Prozent zu erwirtschaften. In Q2 dieses Jahres wurde diese Rendite mit 4,7 Prozent schon fast erreicht. Da Cancom durch die Veräußerung von unrentablen Geschäften im Volumen von rund 80 Millionen Euro nunmehr weniger Umsatz macht, fährt quasi automatisch die Marge nach oben.

Nach einem guten Halbjahresauftakt ist nach eigenen Angaben auch der Juli gut verlaufen. „Wir liegen beim Ordereingang um vier Prozent über unseren Erwartungen“. Bereinigt um die Verkäufe beträgt der Basisumsatz des Jahres 2010 rund 470 Millionen Euro. Weinmann erwartet nunmehr für 2011 einen Umsatz zwischen 520 und 530 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzplus von mehr als zehn Prozent! Die Erwartungen bezüglich der Ertragskennzahlen lässt Weinmann indes unverändert. Das EBITDA soll sich auf mehr als 23 Millionen Euro belaufen und das EBIT auf mindestens 17 Millionen Euro. Netto sollen zwischen elf und zwölf Millionen Euro in der Kasse klingeln. „Wenn möglich wollen wir auf das EBITDA und EBIT noch ein Schäufelchen oben drauflegen. Pro Aktie ist es unser Ziel mindestens einen Euro Gewinn zu machen“.
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