Euro-Krise George Soros sieht Europa "in tödlicher Gefahr"

14.11.2011, 07:38  |  3327   |  12   |   

 

Der US-amerikanische Großinvestor George Soros fordert die Regierungschefs Europas zum Umsteuern in der Krise auf: Die EU solle die Banken retten statt die Staaten. „Ich glaube, dass die Notwendigkeit zu einer Kehrtwende sehr bald offensichtlich werden wird“, sagte der Milliardär und Hedgefondsmanager gestern in der „Welt am Sonntag“. 
 
Der europäische Rettungsfonds EFSF sollte eine Garantie für die Banken aussprechen, statt die Krisenstaaten direkt zu retten. „Die Mittel wären ausreichend, um für das Bankensystem zu bürgen. Aber anstatt das zu tun, beharren die Staaten darauf, dass die Banken ihr Kapital aufstocken sollen. Das ist ein fundamentaler Fehler.“
 
Europa habe zwei ineinandergreifende Probleme: die Staatsverschuldung und das deswegen labile Bankensystem. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichten aber nur zur Lösung eines der beiden Probleme: „Wenn die Reserven der EFSF einmal für den falschen Zweck ausgegeben sind, werden sie nicht wieder aufgefüllt werden können. Daher hängt jetzt alles davon ab, wie sie genutzt werden“, sagte Soros der „Welt am Sonntag“. 
 
Zugleich warnte Soros vor einer Staatspleite Italiens. „Die Schulden Italiens und Spaniens sind zu groß, um dafür zu bürgen, und die Gefahr ist groß, dass die Finanzmärkte selbst auf eine Teilgarantie negativ reagieren.“ In Kontinentaleuropa aber fehle der Politik – anders als in Großbritannien und den USA – die Kenntnis der Märkte. „Das Problem ist ein elementarer Mangel an Verständnis dafür, wie Finanzmärkte funktionieren“, kritisierte Soros. 
 
Europa sei „in tödlicher Gefahr“, warnte der 81-Jährige im Interview. „Wenn nichts geschieht, dann gerät die EU in einen sich selbst verstärkenden Prozess der Desintegration. Dagegen muss etwas getan werden.“


Diesen Artikel teilen
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
Euro KriseHedgefondsmanager


12 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Wenn Soros gegen Merkels Politik ist, ist das das beste Zeichen das diese Politik richtig ist!

Soros will letztendlich nur an das Geld der Deutschen um sich zu rächen und dafür betreibt er eine skrupellose Medienkampagne!
geil ist auch der Auszug und echt sehr passend formuliert und bringt die ganze Raffgier des Herrn Soros gut zum Ausdruck:

"Aber Ehrfurcht vor was? Der Finanzinvestor Soros war kein Unternehmer, der echte Werte schuf. Kein heldischer Pionier im Sinne Joseph Schumpeters; keiner, der mit seinen Produkten und Innovationen den Markt aufmischte. Soros’ Geschäftsgrundlage war nicht kreative Zerstörung, sondern zerstörerische Kreativität."

Vor solchen Leuten sollte man keinen Respekt haben, ich hab dafür nur Verachtung übrig.
ja ich bin auch überrascht über die Offenheit des Artikels. Aber ich wette das er entweder bald aus dem HB u. Wirtschaftswoche rausgenommen wird und sich die Autoren des Artikels bald einen neuen Job suchen müssen, weil sie die Wahrheit über Soros und seine Leute aufgedeckt haben.

Der Zusammenhang mit Joschka Fischer ist auch interessant, vor allem weil er ja auch ein ganz besonderes Verhältnis zu den Juden hat.

In den USA und besonders an der Wallstreet ist Soros auch sehr unbeliebt und das sollte jedem zu denken geben…
"Ein Hedge-Fonds-Manager berichtet, er habe einmal mit Soros ein paar Investments gemacht – ein Fehler, nie wieder. Warum? Wieso? Kein Kommentar."
Auszüge:

"Warum nur sponsert Soros einen antikapitalistischen Hetzer wie Tsipras mit seinen Tiraden gegen Deutschland? Teilt er etwa dessen Thesen? Wall-Street-Kollegen äußern sich nur hinter vorgehaltener Hand. Zu groß scheint die Furcht vor dem Einfluss des Alten. Doch beim Gespräch mit einem Manager fällt häufiger der Satz: „Soros will sich an Deutschland rächen.“ Kenner der Familie sagen, Soros präge eine gewisse „Hassliebe zu Deutschland“. Am Geschehen in Europa und in Deutschland sei er vor allem wegen seiner persönlichen Historie interessiert."


...


"....Spekulative Interessen an Euro-Rettung?

An seiner ideellen Spitze steht Joschka Fischer, der ehemalige grüne Außenminister, einer der Gründer des ECFR und einer von drei Vorsitzenden. An der finanziellen Spitze aber steht George Soros. Ohne den Milliardär gäbe es das ECFR nicht. Praktisch im Alleingang finanzierte Soros den Aufbau der Organisation, die massenweise Pro-Euro-Positionen publiziert hat. „Sein Engagement war eminent“, sagt Geschäftsführer Dick Oosting, und auch wenn es schrumpft, „es bleibt sehr wichtig“.
Mit 2,52 Millionen britischen Pfund hat Soros’ Open Society Foundation das ECFR allein 2011 unterstützt, das sind fast 70 Prozent aller Zuschüsse und Spenden. ..."

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel