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Die Souveränität der Markttechnik EUR-USD: Die Abwärtsrisiken überwiegen

Gastautor: medianer70
09.12.2011, 23:15  |  4503   |   |   

Guten Tag allerseits, die europäische Welt befindet sich derzeit in einem wahren Teufelskreis. Die Märkte warten auf positive Zeichen aus der Politik und springen bei jeder noch so kleinen Information in die entsprechende Richtung. Die Politik versucht derweilen, die Märkte zu beruhigen und vor allem den Euro vor einem weiteren Verfall zu schützen. Meinem Erachten nach spielt sich derzeit ein unglaublicher Machtkampf ab, der uns jedoch nur eines vor Augen führt: Die wesentlichen Entscheidungen werden nicht per Politik getroffen, sondern da wo das smart money liegt. Warum sonst sollten sich alle wichtigen Regierungen derzeit nur noch mit der sogenannten Finanz- und Eurokrise beschäftigen? Gibt es sonst keine Probleme mehr? Alleine dieser Gesichtspunkt führt uns doch vor Augen, dass die Politik wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt und alles dafür tut, damit der Kelch an ihnen vorüber geht. Letztendlich sind die Politiker nichts weiter als Marionetten, die dafür auserkoren sind, für das große Kapital entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Wenn selbst mein hartgesottener Sparkassenbanker zu mir sagt, dass er selbst den Überblick verloren hat und die Zentrale tägliche Rundmails schickt und zwar mit der Überschrift: Ruhe bewahren, dann wissen Sie, wie weit wir gekommen sind. Die ruhigen Tage sind vorbei. Nein, ich bin kein Freund von Panikmache, doch ich bin der Meinung, das Kind muss beim Namen genannt werden. Es spielt keine Rolle, ob wir in Europa nun eine stabile Währungsunion haben oder eine Fiskalunion oder eine Kernunion. Wenn das große Kapital beginnt am Rad zu drehen, werden wir wissen, ob der Euro überleben wird oder nicht. Für mich als Markttechniker spielt dieser riesige Zirkus sowieso keine Rolle. Ich konzentriere mich auf die nackte, unverfälschte Markttechnik – und zwar gänzlich ohne Emotionen.

Es folgt die Einschätzung der von mir beobachteten Märkte für die Woche vom 12.12.2011. 

 

EUR/USD

Markttechnischer Besprechung:In den vergangenen zwei Wochen lieferten sich die Bullen und Bären zwischen den Marken von 1,32 $ und 1,35 $ heftige Kämpfe, ohne dass dabei ein Gewinner vom Feld gehen konnte. Lediglich Teilnehmer mit sehr großer Marktnähe konnten von den kurzen Trends profitieren.

 

Aus Sicht der Markttechnik lässt sich lediglich die unsaubere Korrekturphase konstatieren, welche nach dem Durchbruch durch den letzten Punkt zwei von statten geht. Der aktuell gültige Punkt zwei liegt bei 1,3220 $, der dazugehörende Punkt drei definiert sich bei 1,3614 $. Erst bei einem unter- bzw. überschreiten einer dieser Marken dürfte auch aus Sicht der Markttechnik wieder Bewegung in dieses Pair kommen. Bis dahin bleiben die Trader mit großer Marktnähe im Vorteil.

 

Grundsätzlich bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass die derzeitigen Abwärtsrisiken überwiegen.

 

 

AUD/USD

Markttechnische Besprechung:  Wie erwartet trat in den beiden vergangenen Wochen eine Korrektur ein, welche nach dem Durchbruch durch den letzten Punkt zwei notwendig geworden war. Diese Korrektur reichte tatsächlich punktgenau bis zum letzten Punkt drei, mit einer leichten Spitze darüber. Kenner der Markttechnik wissen, dass dort wohl etliche Stopporders abgeholt wurden.

Spannend bleibt es allemal in diesem Pair, zeigt doch der Umkehrstab vom letzten Handelstag in der abgelaufenen Woche, dass sich die Bullen nicht so leicht geschlagen geben. Kann diese Vorlage in der Folge genutzt werden und im weiteren Verlauf der letzte gültige Punkt drei bei ca. 1,033 $ per Schlusskurs überwunden werden, kann von einem neuen Aufwärtstrend gesprochen werden.  

 

GBP/USD

Markttechnische Besprechung:  Nach dem Durchbruch durch den letzten Punkt zwei, fand auch im Cable die notwendige Korrektur statt. Vom derzeit gültigen Punkt drei bei ca. 1,59 $ befindet sich der Kurs aber noch ein gutes Stück entfernt. Ein neuer Punkt zwei ergibt sich damit bei ca. 1,5413 $. Für die EoD Trader ist hier im Moment nicht viel zu holen, es sei denn, man hatte eine erste Limitorder kurz vor dem letzten Punkt zwei liegen. Dann befindet man sich mit einer kleinen Ballkönigin short im Markt. Der derzeit gültige Abwärtstrend ist nach wie vor intakt und wird erst gebrochen, wenn der Cable per Schlusskurs über dem letzten Punkt drei schließt.

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