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COT-Report Optimismus der Goldspekulanten im Sinkflug

17.12.2011, 15:00  |  2852   |   |   

Laut jüngstem COT-Report (Commitments of Traders) der CFTC gab es bei Spekulanten einen markanten Einbruch des Goldoptimismus.
Der am Freitagabend veröffentlichte Wochenbericht wies zwar einen Anstieg bei der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) aus. Sie erhöhte sich im Berichtszeitraum (6. bis 13. Dezember) von 422.956 auf 427.699 Futures (+1,1 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten wurde jedoch ein massiver Rückgang von 201.500 auf 186.217 Kontrakte (-7,6 Prozent) gemeldet. Angesichts der schwachen Goldpreistendenz war diese Entwicklung keine große Überraschung. Der nachlassende Optimismus war sowohl bei Kleinspekulanten (Non-Reportables) als auch bei Großspekulanten (Non-Commercials) stark ausgeprägt. So erhöhte sich die Netto-Long-Position der Großspekulanten von 159.711 auf 150.503 Kontrakte (-5,8 Prozent), während bei den Kleinspekulanten ein regelrechter Einbruch von 41.789 auf 35.714 Kontrakte (-14,5 Prozent) zu Buche schlug.

Gold: Massiv angeschlagen

In der vergangenen Woche hat vor allem die Verkaufswelle an den Terminmärkten den Goldpreis deutlich nach unten gedrückt. Gegen Ende der Woche steckte die dort grassierende Unsicherheit offensichtlich auch die eher langfristig agierenden ETF-Investoren an. So reduzierte sich zum Beispiel bis Freitag die gehaltene Goldmenge des weltgrößten Gold-ETFs SPDR Gold Shares innerhalb einer Woche von 1.295,40 auf 1.279,89 Tonnen. Dass wir derzeit keine „normalen“, sondern ganz klar Krisenzeiten erleben, erkennt man daran, dass verängstigte Anleger blind in den Dollar fliehen. Das gelbe Edelmetall scheint seinen Nimbus als sicherer Hafen verloren zu haben und wird gegenwärtig eher wie ein riskantes Asset gehandelt. Im Falle einer Normalisierung dürfte Gold dann ein Comeback erleben, schließlich ist die Finanzwelt dies- und jenseits des Atlantiks von einer Lösung der Schuldenprobleme meilenweit entfernt.
In die Bredouille geriet der Goldpreis auch aus charttechnischer Sicht. Sowohl der seit über zwei Jahren intakte Aufwärtstrendkanal als auch die 200-Tage-Linie wurde in der abgelaufenen Handelswoche nach unten durchbrochen. Die kommenden Wochen dürften daher weiterhin ausgesprochen spannend werden.


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