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Uran und Diamanten Namibia - Ein zweischneidiges Bild

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Gastautor: GOLDINVEST.de
10.01.2012, 16:42  |  2936   |   

Die jüngsten Produktionszahlen aus Namibia zeigen Licht und Schatten. Die Unsicherheiten aus Europa färben ab.

Namibia gehört zu den weltweit bedeutendsten Uranförderern. Doch 2011 muss das südafrikanische Land einen Rückschlag hinnehmen. Von Januar bis Oktober fällt die Produktion von Uran deutlich zurück.

Lag die Förderung 2010 in den ersten zehn Monaten noch bei fast 10 Millionen Pfund Uran, sinkt sie 2011 auf 7,3 Millionen Pfund ab. Verantwortlich sind dafür zwei Aspekte. Am Jahresanfang war das Wetter teilweise sehr schlecht. Dies hat die Produktion stark behindert. Mehrere Minen mussten vorübergehend geschlossen werden. Dieser Produktionsausfall war im Jahresverlauf nicht mehr aufzuholen. Zudem mussten einige Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt werden, die die Produktion ebenfalls behindert haben.

Doch für die Zukunft sind Kenner des Landes optimistisch. Die Förderung von Uran sollte weiter ansteigen. Bisher gibt es im Land zwei große Produzenten: Rio Tinto (WKN: 852147) und Paladin Energy (WKN: 890889). Andere Unternehmen bemühen sich jedoch derzeit intensiv, ebenfalls in die Uranförderung einzusteigen. Kurz- und mittelfristig sollten hier neue Namen auftauchen, die Fördermengen sollten deutlich ansteigen. Ein Indiz dafür ist die im vergangenen Jahr durchgeführte Machbarkeitsstudie für das Husab-Projekt. Hier sollen 1,7 Milliarden Dollar vor der Westküste des Landes investiert werden. Die derzeitigen Schätzungen gehen von 320 bis 480 Millionen Pfund Uran aus.

Aber auch existierende Minen sollen weiter ausgebaut werden. Paladin expandiert derzeit auf der Mine „Langer Heinrich”. Diese hat aktuell eine Kapazität von 3,7 Millionen Pfund Uran. Nach den Ausbauarbeiten will man jährlich 5,2 Millionen Pfund des begehrten Rohstoffs fördern.

Bei der Produktion von Diamanten ist die Statistik derzeit dagegen unklar. Einerseits werden im dritten Quartal mit rund 390.000 Karat fast doppelt so viele Steine gefördert wie im zweiten Quartal (208.000 Karat), andererseits sinkt die Förderung im Vergleich zum Vorjahr (406.700 Karat) leicht ab. Zudem sind Diamantenförderer derzeit nicht wirklich in Investitionslaune. Sie zögern aufgrund der Unsicherheiten, die durch die Schuldenkriese am Horizont aufziehen. Man möchte daher in die Minen nicht zu viel frisches Kapital investieren. So wird die Infrastruktur nicht weiter ausgebaut, es wird nicht in neue Technologien investiert. Das kann sich mittelfristig auf die Gesamtproduktion auswirken. Wie lange dieser Stillstand der Branche anhält, ist noch unklar.


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