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Bundesregierung will „Finanz-TÜV“

Die Verbraucher sollen nach dem Willen der Koalition besser vor riskanten Finanzprodukten geschützt werden.

In ihrem ersten Spitzentreffen 2012 hat sich die schwarz-gelbe Koalition am Wochenende im Bundeskanzleramt auf mehrere Reformprojekte verständigt. Unter anderem soll eine Art TÜV für Finanzprodukte eingerichtet werden. Da sich der Verbraucher nicht sicher sein könne, von seiner Bank richtig beraten zu werden, soll nun die Stiftung Warentest im Auftrag des Staates Finanzprodukte prüfen und bewerten. Dazu erhält diese jährlich 1,5 Millionen Euro und mehr Personal.

Schon nach der Bundestagswahl 2009 beschlossen die Spitzen von CDU, CSU und FDP in ihrem Koalitionsvertrag, Finanzprodukte transparenter zu gestalten: „Wir prüfen die Einrichtung einer unabhängigen Stiftung für Finanzprodukte nach dem Muster der Stiftung Warentest.“ Nun legt man die Prüfung von Finanzprodukten also direkt in die Hände der 1962 gegründeten Stiftung Warentest. Warum die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nicht mit dem Thema beauftragt wurde, bleibt unklar. Ein möglicher Grund dafür könnte jedoch die hohe Auslastung des Instituts mit der Prüfung von über 10.000 Fonds und unzähligen Aktien sein.

(PD)




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Nachrichtenquelle: Patrick Daum
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