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Rohstoffe Wieviel Brot bekomme ich für mein Gold?

Gastautor: TimLuca
12.03.2012, 17:55  |  23357   |   |   

Überall hört und liest man in den Medien Erschreckendes über unsere Geldwährung, egal welche es ist. Der Euro ist da nicht besser wie der Dollar! Abgesehen vom Währungswert, hat auch das Material unsers Geldes keinen Wert. Woraus besteht denn der Geldschein? Genau, er besteht aus Papier und Druckerfarbe sowie ein paar relativ unwichtigen Einlagen, die genau so wertlos sind wie das stück Papier selbst.

 

Geld kann man beliebig vermehren. Drucken, nichts einfacher wie das. Man setzt sich in den USA oder in Europa zusammen, schaut sich das Desaster auf der Welt an und fängt an Rettungsfallschirme zu bauen. Die füllt man dann mit vielen, vielen bunten Papierscheinen die mit einer Wertangabe bedruckt sind.

 

 

 

 

Aber wo will ich eigentlich hin? Nein, ich will keine Papiermühle kaufen, oder die armen Bäume wieder alle aufforsten die für diese blödsinnige Gelddruckerei benötigt werden. Ich will hin zu Gold, denn im Gegensatz zu Papier – welches lediglich einen Heizwert hat – hat Gold einen Gegenwert. Das haben schon ganz andere schlaue Leute gewusst. Wir haben das nicht erfunden und auch nicht die EZB. Schauen wir mal zurück:

Im Irak wurde der Nennwert des Goldes wie folgt berechnet: Der babylonische Herrscher Nebukadnezar II bestimmte vor zirka 2600 Jahren, dass eine Unze Gold 350 Laibe Brot Wert sei! Das war doch mal eine Ansage. Und heute? Was habt ihr denn das letzte Mal für ein Brot bezahlt und wo steht der Goldpreis heute?

Der Goldpreis liegt bei um die 1300 Euro pro Unze. Der Laib Brot hat mich heute Morgen 3,50 Euro gekostet.

Bei dem heutigen Goldpreis würde ich ca. 371 Laibe Brot bekommen. Ich bekomme also für eine Unze Gold fast genau so viel Brot wie vor tausenden von Jahren. D. h. der Goldwert ist der gleiche geblieben. Man bekommt heute den gleichen Gegenwert (hier Brot) wie damals.


Warum?

Weil man hier ganz einfach die Wertbeständigkeit des Goldes erkennen kann und nicht die des Papiers, des Euros, des Dollars usw. Derjenige der jetzt noch die Unze Gold aus früheren Jahren besitzt kann überleben, kann sich was zu essen und zu trinken kaufen. Er macht keine oder nur geringe Verluste.

Derjenige der jetzt noch die Währung wie vor 2600 Jahren in der Tasche hat, der bekommt maximal ein müdes lächeln vom Bäcker, aber mit Sicherheit keinen Laib Brot dafür, das steht fest!

Probiert es doch mal aus. Einige haben doch bestimmt noch die schönen großen bunten Scheine der Reichsmark die wir evtl. eingerahmt von Opa und Oma bekommen haben.

Für 50 Millionen Reichsmark wird man heute wohl keinen Laib Brot bekommen. Ich denke mal ihr werdet ausgelacht, verspottet und hungrig nach Hause gehen. Es ist leider so, das Papier womit ihr beim Bäcker einkaufen wollt ist mit Sicherheit noch nicht mal ein paar Cent Wert.

Was wiegt denn so ein Schein? Ca. 1 Gramm und ist kaum was Wert. Aber was ist denn ein Gramm Gold Wert? Bei einem Goldbreis von 1300 Euro hat dieses Gramm Gold einen Wert von Rund 41 – 42 Euro. Egal von wann das Gold ist, egal ob Oma oder Opa euch das Gold eingerahmt geschenkt haben und egal wo es her stammt. Der Wert bleibt so wie der tagesaktuelle Goldpreis.

Gehen wir noch mal mit dem Gramm Gold zum Bäcker und schauen ob der immer noch lacht wenn ihr damit bezahlen wollt. Der packt euch freudestrahlend zwei Laib Brot ein und berechnet dafür 7 Euro. Leider haben wir ja noch keine Währung in Gold und somit kann der Bäcker euch kein Restgeld geben. Denn den Euroschein, den wollt ihr doch bestimmt nicht haben; außer ihr kauft dafür wieder umgehend Gold ein! Aber zur Feier des Tages nehmt ihr für den Restwert des Gramm Golds noch Kuchen und Kaffee mit nach Hause und macht euch zusammen mit der Familie einen schönen Nachmittag.

Was hättet ihr nun lieber? Das geerbte Gold der Familie oder den schönen alten eingerahmten Geldschein? Ich denke mal die Frage lässt sich leicht beantworten.

Meiner Meinung nach ist es gesund auch etwas Gold in kleinen Stückelungen zu besitzen. Zum wechseln bietet sich mit Sicherheit Silber an.

Ich finde es z. B. gut, zu gewissen Anlässen anstatt Sachgeschenken Gold zu verschenken. (Natürlich muss für die Kinder auch ab und zu ein Spielzeug dabei sein).

Wenn ihr z. B. mal über eine (Geld-)Wertrücklage für eure Kinder nachdenkt, warum nicht ein paar Gramm Gold und ein paar Unzen Silber kaufen?

Zum Schluss noch eins, wundert euch nicht über die Antwort, wenn ihr euren Kindern oder natürlich auch Frau folgende Frage stellt;

„Was möchtet ihr denn zum Geburtstag oder Weihnachten haben?“

Die Antwort wird dann schlauer Weise wohl Gold oder Silber heißen….

 

 

 

Wenn Ihr mehr spannende Informationen zu Explorern und anderen interessanten Werten erfahren möchtet, würde ich mich über die Teilnahme an meinen Diskussionen freuen!

 

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1162392-1-10/timluca-und-fr ...

 

 

 

 

Viel Erfolg beim Handeln wünscht Euch

 

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Wertpapier
GoldSilber


5 Kommentare

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Kommentare

Denn tote Materie wie z.B. Gold hilft im täglichen Leben garnicht. Ist mglw. sogar gefährlich!

Hallo,

diese tote Materie, wie du es bezeichnest, hilft sehr wohl!

Egal ob es 6000 vor Christus war oder 1823 oder 1945 oder heute, Gold und Silber haben immer einen Gegenwert. Dabei spielt erst mal der Aktuelle Gold/Silberpreis keine Rolle.

Wie schon gesagt, wenn du einen Geldschein oder eine Schuldverschreibung hast von anno dazumals..... dann ist es vielleicht noch das Papier wert oder es hat einen Sammlerwert. Kaufen kannst du dir da nix mehr von....

Was ist jetzt toter, die Materie Gold/Silber oder das alte Papier?

Gruß
Stefan
Hallo @paulabeler,

genau das will ich auch damit ansprechen. Wer kein Gold oder Silber zum tauschen hatte (weil es damals mit Sicherheit auch noch nicht jeder Bürger besessen hat oder sich leisten konnte), der musste mit was anderem tauschen....

Es waren mit Sicherheit sehr harte Zeiten und die möchte ich nicht erleben.

Die Frage ist, wieviel soll man sich an Silber oder Gold an Seite legen?

Und noch wichtiger, wo soll man es deponieren?

In einer Bank im Schließfach?
Ist mir zu gefährlich. Schaut doch mal auf die Bilder aus den Medien, wo die Banken bankrott gingen! Viele aufgebrachte Demonstranten die nicht gerade sonderlich freundlich waren.

Ich möchte mir nicht vorstellen, was die mit mir machen würden, wenn ich in die Bank jetzt rein gehe, an mein Schließfach laufe und dort mein Gold und Silber heraus hole und damit dann versuche durch die demonstrierende Meute mein Hab und Gut weg schaffen möchte.....

Tja, was soll man machen? Alles zuhause bunkern ist auch sehr risikoreich.
Dabei kommt es dann auch noch darauf an, wieviel man hat.

Anders gefragt, wieviel sollte man den an Physischen besitzen.....?

Das Leben ist nicht einfach und es wird in Zukunft mit Sicherheit nicht einfacher.....

Gruß und ein schönes Wochenende!

Stefan
1938 und 1948 konnte man mit Geld nichts mehr kaufen. Es war nicht das Papier wert worauf es gedruckt war. Gold dagengen hat einen bleibenden Wert. Ich würde mein Gold niemals gegen wertloses Geld eintauschen. Mit Gold bekomme ich auch in kaputten Zeiten immer alles was ich möchte. Wenn der Geldwert in z.B. 10 Jahren noch etwas wert sein sollte, kann ich das Gold in Geld wieder tauschen und dann mit größeren Scheinen, die dann dem Zeitwert des Goldes entsprechen einkaufen gehen. 1950 kostete 1 Unze Gold ca. 160,-- DM (80,-- Euro). Man konnte für 7.500,-- Euro ein Haus bauen.

Mein Vater hat 1947 einen LKW Möhren gegen 1 LKW Flachwalzen für die Landwirtschaft getauscht. Die Möhren waren für eine Maschinenfabrik in Köln getauscht worden, weil das Geld wertlos geworden war. Es blühte der Tauschhandel. Nach der Währungsreform 1949 hat mein Vater 18 Walzen an sndere Landwirte verkauft, für 1 Stück 300,-- DM. 1949 hat er mit seinen Tauschgeschäften 1 neues Haus für 16.000,-- DM gebaut. Da war die DM richtig hart.

Der Euro wird in nächster Zeit immer schneller seinen Wert verlieren, leider. Meine private Rente, ohne Inflationsschutz (Schutz gibts glaube ich auch nicht) wird sicherlich langsam immer schneller aufgefressen. Dafür habe ich dann 30 Jahre jeden Monat 45o,-- DM - eingezahlt, um vielleicht mit 90 am Hungertuch zu nagen.

Ich habe vor 10 Jahren angefangen Silber und Goldmünzen zu sammeln. Die liegen abholbereit bei meiner Bank. Ich hoffe, daß diese in schlechten Zeiten nicht beschlagnamt werden. Ich traue den Politikern immer mehr solche Ideen zu. Hoffentlich liege ich da falsch.

Wer hat bessere Ideen, wie man seine Existenz absichern sollte, v
om Zugriff des Staates.

Gruß:rolleyes::rolleyes:
Gold kann man immer wieder in Geld tauschen. Es behält seinen materiellen Wert und ist nicht der Inflation unterworfen. Ich verliere deshalb nichts an Wert.
Warum sollte ein Geldschein einen Wert haben????
Ein Grundschuldbrief hat keinen Wert, ein Schuldschein hat keinen Wert...
Geld ist immer eine Forderung gegenüber jemanden. Der Höhe dieser Forderung wird auf dem Papier beschrieben.
Wenn ich eine Feinunze Gold für 1700 Dollar kaufe, tausche ich meine Forderung (1700$) gegen Materie (Gold). Ich habe dann keine Forderung mehr, sondern nur noch Materie (meinetwegen unterm Kopfkissen). Ich muss dann hoffen, dass ich mein Stück Materie irgendwann wieder in eine Forderung, zertifiziert auf Geldscheinen, umwandeln kann. Und zwar so, dass ich persönlich etwas von dieser Forderung habe, z.B. Dinge des täglichen Bedarfs oder was auch immer. Denn tote Materie wie z.B. Gold hilft im täglichen Leben garnicht. Ist mglw. sogar gefährlich!

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