Devisen - Währungen

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    Viel Schwankung um nichts

    Die Sicht auf wichtige Währungen der Weltwirtschaft durch die Analysten der DekaBank - kurz zusammengefasst:

     
    EUR-USD: Der Euro konnte nicht vom Schuldenschnitt für Griechenland profitieren, auch weil die Rettungsschirme später in für die Märkte nur enttäuschendem Maße modifiziert wurden. So tritt der EUR-USD-Kurs schwankend auf der Stelle. Nun braucht es weitere positive Konjunktursignale aus Euroland, um die Gemeinschaftswährung zu stärken. Wir rechnen damit, dass sie kommen.
     
    EUR-JPY: Der EUR-JPY-Kurs wurde in seinem Aufwärtsstreben durch neue Sorgen um Euroland und eine zögerliche japanische Notenbank gebremst. Eine noch laxere japanische Geldpolitik und mehr Zuversicht für die Eurozone dürften den EUR-JPY-Kurs aber schon demnächst wieder Richtung 110 steigen lassen.
     
    EUR-GBP: Das Pfund entwickelt sich zum heimlichen Liebling der Devisenmärkte. Verleiht ihm etwa das nahende Thronjubiläum Glanz? Fundamental sehen wir das Vereinigte Königreich aber weiterhin nicht besser aufgestellt als Euroland und damit derzeit als von den Märkten falsch eingeordnet. Wir rechnen deshalb im Jahresverlauf wieder mit einem deutlich höheren EUR-GBP-Kurs.
     
    EUR-CHF: Wegen der neuen alten Euroland-Sorgen klebt der EUR-CHF-Kurs derzeit an der von der Schweizer Notenbank festgelegten Untergrenze von 1,20. Nur mehr Vertrauen in Euroland kann helfen, Druck vom Franken zu nehmen und den Kurs steigen zu lassen. In den nächsten Wochen sollte ein vorsichtiger Anfang gemacht werden.
     
    EUR-SEK: Immer wieder setzt die rückkehrende Unsicherheit der Marktteilnehmer der Schwedenkrone zu. Doch die schwedische Wirtschaft zeigt sich in Frühjahrsstimmung und die Weltwirtschaft sollte auf einen solideren Wachstumspfad zurückfinden. Das wird die Unsicherheit wieder reduzieren und die Krone festigen.
     
    EUR-NOK: Die Norwegische Krone hatte im abgelaufenen Monat zwei Nackenschläge zu verkraften: Erstens senkte die norwegische Zentralbank unerwartet ihren Leitzins und zweitens gab der Ölpreis nach. Dennoch bleibt die Norwegerkrone längerfristig eine attraktive Währung.
     
    EUR-CAD: Der Kan-Dollar hängt am US-Dollar und profitiert auch regelmäßig von dessen Stärke, wenn die Unsicherheit um Euroland zunimmt. Da letztere aber nach unserer Einschätzung allmählich abnehmen wird, sollte auch der EUR-CAD-Kurs längerfristig steigen. Gegenüber dem US-Dollar wird der Kan-Dollar aber weiterhin gut dastehen.
     
    EUR-AUD: Der Australdollar ist einer der Monatsverlierer gegen den Euro. Grund sind die seit März tendenziell sinkenden Rohstoffpreise. Eine weitere leichte Korrektur der bereits sehr teuren australischen Währung halten wir für wahrscheinlich, selbst wenn sich die Rohstoffpreise stabilisieren und wieder leicht nach oben orientieren werden.
     
     
    Wichtigste Prognoserevisionen:
     
    Allein die Prognose für den EUR-AUD-Kurs haben wir angesichts der jüngsten Entwicklung bei diesem Währungs-paar nach oben angepasst. Die 12-Monats-Prognose liegt hier nun bei 1,30 EUR-AUD (vorher: 1,27 EUR-AUD).
     

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