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Gold am Scheideweg bei $1600 Rettung aus China/Indien oder Rekordsturz

Gastautor: Marc Kiewitz
10.05.2012, 09:56  |  2171   |   |   

Edelmetalle haben in den letzen Tagen überdurchschnittlich viel an Wert verloren. Allein seit Ende April ist Gold um mehr als 5% gefallen, Silber beinahe 10%. Aktien, Öl und Euro haben in dieser kurzen Zeit ebenfalls signifikante Einbußen hinnehmen müssen. Offensichtlich werden alle Märkte derzeit von einem „risk-off“ Trade dominiert. Risikoscheu ist angesichts der momentan herrschenden Krisen an den Börsen also angesagt. Hauptkrisen sind sicherlich die aktuell äußerst angespannte Lage in Griechenland sowie die begründete Angst vor einer neuen Bankenkrise in Spanien. Überdies gehen Investoren wie Analysten nicht davon aus, dass FED oder EZB in den nächsten Wochen irgendeine Art von Intervention vornehmen. Sei es ein Ausweiten der Staatsanleihenkäufe, ein neuer mittelfristiger Tender zu supergünstigen Konditionen oder gar ein Drehen an der Zinsschraube. Beide großen Zentralbanken hatten sich in ihren letzten beiden Meetings eindeutig gegen neue Maßnahmen ausgesprochen. Die aktuelle Preisentwicklung bei Gold und Silber lässt erahnen, dass diese beiden Edelmetalle von Investorenseite her derzeit nicht als sogenannte „Save Haven“ angesehen werden. Die Edelmetallpreise fallen, da gehebelte Longs die Investoren-Positionen absichern, um die benötigte Margin zu reduzieren oder Cash aufzubauen. Trotzdem gibt es deutliche Anzeichen auf solide physische Nachfrage aus China. Auch die indischen (physischen) Käufer werden früher oder später am Markt zurück erwartet, nachdem die Regierung ihre geplante Steuer auf Goldimporte wieder verworfen hat. Die Schlüsselsupports bei $1580 (Gold) und $28.60 (Silber) wurden gestern getestet und haben gehalten. Diese fielen auf exakt das 78,6% Fibonacci-Retracement der Rallye von Dezember 2011 bis Februar 2012. Gold ist allerdings unter seine langfristige bullishe Trendlinie gefallen und von technischer Seite her sehen beide Edelmetalle derzeit ziemlich schwach aus. Dieser Trend könnte sich noch verstärken, sollte auch die nächsten Unterstützungslinien nicht halten.

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