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Kleine Erholung Deutsches Wirtschaftswachstum treibt Euro und Goldpreis

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Gastautor: Björn Junker
15.05.2012, 14:53  |  1524   |   

Nachdem das deutsche Wirtschaftswachstum stärker ausgefallen ist als erwartet, konnte der Goldpreis sich, da auch der Euro zulegte, wieder auf rund 1.560 USD pro Unze verbessern. Zudem kamen wieder mehr Käufer physischen Goldes in den Markt, um davon zu profitieren, dass der Goldpreis auf ein Viereinhalbmonatstief gefallen war.

Doch der Goldpreis könnte wieder unter Druck geraten, da die Sorgen um die Zukunft der Eurozone anhalten und damit die europäische Währung unter Druck bleibt.

Der Goldpreis hatte zuvor mit 1.547,99 USD pro Unze den niedrigsten Stand seit dem 30. Dezember markiert. Im Mai steht bislang ein Minus von 6% zubuche, sodass der „Wonnemonat“ der schwächste seit Dezember werden könnte. Vor allem die Möglichkeit, dass Griechenland aus der Eurozone ausscheiden könnte, beschäftigt die Anleger.

Während 2011 die Eurokrise dazu führte, dass Anleger Gold als Sicheren Hafen vor dem Risiko erwarben, hat sich das gelbe Metall im laufenden Jahr eher wie ein reiner Rohstoff verhalten und unter der Stärke der US-Währung gelitten. Auch Experten glauben, dass der Status von Gold als Sicherer Hafen angekratzt ist. Sie gehen davon aus, dass der Goldpreis auch weiterhin durch die Schwäche des Euro in Mitleidenschaft gezogen werden wird, gehen aber davon aus, dass Schnäppchenjäger und die sich anstauende Nachfrage den Goldpreis zu einem späteren Zeitpunkt wieder nach oben treiben werden.

Der Euro hatte sich von einem Viermonatstief erholt, nachdem das Wachstum der deutschen Wirtschaft stärker ausfiel als erwartet. Allerdings könnten diese Zugewinne vergänglich sein, da die politische Pattsituation Ängste weckt, dass das Land seine Sparverpflichtungen nicht erfüllt und dann aus der Währungsgemeinschaft austritt.

Analysten sind der Ansicht, dass die Erholung des Euro bei 1,2880 bis 1,2099 USD an Kraft verlieren dürfte, da die Zinsen für – vor allem südeuropäische – Anleihen immer noch hoch sind und damit das Risiko andeuten, dass sich die griechische Situation auf andere Länder der Eurozone ausweitet.

Auf der positiven Seite für den Goldpreis gibt es Berichte, dass die Nachfrage aus dem asiatischen Raum anzog, da viele Käufer von den niedrigen Preisen profitieren wollten. Vor allem aus Indien, Thailand und Indonesien sei Nachfrage zu erkennen.

 

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