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6400 umkämpft, doch die Verlierer sind Gewinner

Nachrichtenquelle: flatex select
11.07.2012, 08:36  |  706   |   |   

Die letzten werden die ersten sein: Mit dieser Erkenntnis hat schon so mancher gepunktet, doch sie könnte auch im DAX funktionieren. Jedenfalls dann, wenn man sich die Verlierer zwischen dem 1. Juli 2011 und dem 1. Juli 2012 einmal ansieht. In dieser Zeitspanne waren in DAX und MDAX Titel wie Thyssen, Lufthansa oder Praktiker die absoluten Rohrkrepierer. Aus unterschiedlichen Gründen sind die Aktien nun seit Beginn des zweiten Halbjahrs wieder gefragt.

Bei Thyssen könnte der Verkauf des Werks in Südamerika ein Befreiungsschlag sein, Praktiker wurde schon totgesagt, lebt aber noch weiter und die Lufthansa überraschte beispielsweise gestern mit guten Passagierdaten. So gehörte die Aktie in einem turbulenten Markt gestern auch mit 1,6 Prozent Plus zu den Siegern, Thyssen gewann gar vier Prozent.

Analysten sind durch die Bank für die erwähnten Aktien allerdings negativ gestimmt. Und hier wird es spannend: Denn zwischen Juli 2010 und Juli 2011 waren Beiersdorf und Merck die Aktien, die keiner haben wollte, die überall auf der Verkaufsliste standen. Ein Blick auf die Performance im Jahr danach zeigt: Die zwei miesesten Werte waren danach die Gewinner im DAX. Zugegeben, die spekulative Komponente ist hoch, doch wer mutig ist, für den sind mit einer langfristigen Hebelposition Gewinne nicht ausgeschlossen.  

Am Gesamtmarkt kommt der DAX nicht wirklich von der Marke von 6400 weg. Gestern sah es zeitweise nach einem Intraday-Anstieg von über 100 Punkten sehr gut aus, doch vorbörslich lautet die Indikation heute 6415 Zähler. Ein Grund: Die Vorgaben aus den USA und Japan sind mit minus 0,7 Prozent beim Dow und minus 0,2 Prozent beim Nikkei schwach, dazu ist auch der HS China Enterprise Index rot bei 9324 Punkten, auch in Shenzhen liegt man mit 4325 Zählern im Minus. Fundamental kommen heute Ölmarktdaten um halb fünf sowie die Handelsbilanz um halb drei und Großhandelsumsätze um 16 Uhr. Wichtig sind diese auch für den Euro, der um 1,22 Dollar kämpft, bei 1,2259 liegt. Spannung dann auch um 20 Uhr: Das Sitzungsprotokoll der letzten Open Market Sitzung wird veröffentlicht, mancher wird bei den Zwischentönen genau nachlesen. Denn für die Geldpolitik wird dies bedeutend sein.

Hartmut Schneider
CeFDex Market Research für flatex markets®

CeFDex AG
Wertpapierhandelsbank
Frankfurt/ Main


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