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Überall nur Gangster

Gastautor: Bernd Niquet
11.08.2012, 13:00  |  2448   |   |   

 

In einem lesenswerten Artikel in der „Zeit“ lese ich diese Woche, wie wir von den Internetunternehmen manipuliert werden. Am interessantesten finde ich, dass diese Unternehmen bei Transparency International die Schlusslichter unter den 105 größten börsennotierten Unternehmen ausmachen, wenn es um grundsätzliche Offenheit und Engagement in der Korruptionsbekämpfung geht:Apple auf Platz 91, Google Platz 95 und Amazon auf 99. Facebook war damals noch nicht an der Börse.

 

Und warum macht niemand etwas dagegen? Ich denke, aus demselben Grund, weshalb wir auch den Banken das Depotstimmrecht überlassen, wie Wilde Auto fahren, in Supermärkten einkaufen gehen und das Fleisch gequälter Tiere essen. Und natürlich Fußball schauen.

 

Gerade dazu gibt es jetzt in Italien die ersten Strafen für Wettbetrüger. Doch wer gedacht hätte, dass derjenige, der an so etwas beteiligt ist, auf Lebenszeit gesperrt ist, liegt total daneben. 10 bis 12 Monate gibt es für die meisten. Vielleicht können wir die notleidenden italienischen Clubs ja sogar unter den Euro-Rettungsschirm nehmen.

 

Man kann sich wirklich über nichts mehr wundern – und genau darüber wundert man sich ja mittlerweile auch nicht mehr.



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