"Wir befinden uns in der zweiten Dekade des Rohstoff-Bullen-Marktes"

Nachrichtenquelle: Patrick Daum
30.08.2012, 07:45  |  1396   |   |   

Sreejith Banerji, Fondsmanager Vontobel Fund – Future Resources, im Interview mit FundResearch.

Sreejith Banerji, CFA, Portfolio- und Fondsmanager sowie Executive Director bei Vontobel spricht im Interview mit FundResearch über die Besonderheiten seines Rohstofffonds Vontobel Fund – Future Resources (ISIN: LU0384406160), Maßnahmen gegen Rohstoffknappheit und den Hype um Seltene Erden.

FundResearch: Herr Banerji, seit Auflage Ihres "Future Resources"-Fonds vor fast vier Jahren haben Sie eine Wertsteigerung von über 70 Prozent erzielt. Das bedeutet eine beträchtliche Mehrrendite gegenüber dem MSCI World Net Index. Rechnen Sie diese Kursentwicklung vor allem der höheren Zyklizität des Portfolios zu?

Sreejith Banerji: Die klare Mehrrendite kam dadurch zustande, weil die Ressourcenknappheit im Markt ein wichtiges Thema darstellt. Aus einer Anlegerperspektive gibt es einige interessante Unternehmen, die in diesem Bereich vielversprechende Produkte, sprich Lösungen, anbieten. Unser Fonds verzeichnet zudem eine niedrigere Schwankungsbreite als traditionelle Ressourcen-Fonds, da wir kaum auf traditionelle Förderunternehmen setzen.

Ist dies Ihr erster Fonds, den Sie eigenverantwortlich managen oder gab es in der Vergangenheit bereits andere Fonds, für die Sie verantwortlich zeichneten?

Im Wesentlichen bin ich seit der Auflage des Fonds im November 2008 als Fondsmanager aktiv. Die beiden Jahre davor arbeitete ich für die Harcourt Investment Consulting AG, einer 100-prozentigen Tochter der Bank Vontobel. Als Mitglied des Fondsmanager-Teams widmete ich mich dem Belvista Commodity Fonds, allerdings nicht als Fondsmanager. Vor meiner Zeit bei Harcourt war ich als Analyst tätig. Eigentlich bin ich studierter Maschineningenieur im Chemieanlagenbau und habe meine Laufbahn 1996 als Ingenieur in der Öl- und Gasindustrie, mit dem Spezialgebiet Ölbohrplattformen, begonnen.

Ihr Fonds ist ein reiner Aktienfonds. Sollten Anleger angesichts der turbulenten Börsen überhaupt Geld in Aktien anlegen?

Im Rückblick und unter Einbezug der Entwicklung der Aktienmärkte lässt sich erkennen, dass wir in der Vergangenheit nach dem Motto „buying the dips“, also "kaufen, wenn die Kurse stark fallen" gehandelt haben. Das sieht man auch an der Performance des Fonds in den vergangenen vier Jahren. Die Märkte verfielen sowohl im Sommer 2010 als auch im Sommer 2011 in Panik. Paniksituationen an den Börsen sind oft eine gute Zeiten, um einzusteigen. Denn das Kernthema, auf den der Fonds fokussiert ist, die Rohstoffknappheit, verschwindet ja nicht einfach über Nacht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Märkte stark schwanken oder nicht. Denn die Rohstoffknappheit wird unser Verhalten noch für viele Jahre prägen.

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