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Wochenausblick EURUSD + Dax

Gastautor: Markus Fugmann
24.09.2012, 16:52  |  1706   |   |   

Euro-Dollar:

 

 

 

Nachdem die Gemeinschaftswährung zu Beginn der letzten Handelswoche noch einmal das „Euphorie-Hoch“ nach der Fed-Sitzung bei 1,3171 erreichen konnte, ging es dann im weiteren Verlauf der Woche kontinuierlich bergab. Lediglich am Freitag gelang dem Euro noch einmal ein Comeback in Richtung 1.3050 (aufgrund der Hoffnung, dass Spanien unter den ESM schlüpfen würde), doch der heute Vormittag veröffentlichte ifo-Index mit dem fünften Rückgang in Folge drückte die Gemeinschaftswährung dann sogar unter die 1,29.

 

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Nun ist also die erste Begeisterung über die grenzenlosen Versprechen der Notenbanken verflogen, es ist gewissermaßen wieder Alltag eingekehrt. Und der Alltag ist leider weniger erfreulich, weil sich überraschenderweise wieder neue Milliardenlöcher finden, mit denen man natürlich überhaupt nicht rechnen konnte.

 

Noch ist es, wie gewohnt Griechenland, das offensichtlich etwas mehr Geld braucht als bisher bekannt (laut „Spiegel“). Daß aber spanische Politiker und der deutsche Finanzminister Schäuble allen Ernstes glauben, dass Spanien weniger Geld bräuchte als bisher angenommen, ist gelebte Satire. Eine derart gigantische Immobilienblase, wie sie die Iberer jahrelang aufgepumpt haben, löst sich nicht in Luft auf. Die Wahrheit wird ans Licht kommen, wenn die Banken gezwungen werden, ihre in Zweckgesellschaften ausgelagerten Problemkredite offen zu legen.

 

Die Ralley in Euro-Dollar hatte zwei Ursachen: erstens ist mit der Absichtserklärung der EZB, unbegrenzt Anleihen etwa Spaniens zu kaufen, die Refinanzierung spanischer Banken erst einmal gesichert. Und zweitens wird die Fed mit ihrem QE3 faktisch Dollar drucken, während die EZB bislang lediglich eine Absichtserklärung gegeben hat. Und dabei sogar noch verspricht, die Anleihekäufe zu sterilisieren, also durch Verkäufe anderer Anleihen auszugleichen. Faktisch wird sie das zwar gar nicht können, aber selig sind diejenigen, die einer Notenbank glauben….

 

 

Mit Unterschreiten der 1,2980 und 1,2920 hat das charttechnisch bisher sehr bullische Bild einigen Schaden genommen. Wird nun die nächste große Unterstützung bei 1,2750 unterschritten, droht stärkeres Ungemach. Gelingt dem Euro hingegen der Sprung über das Doppeltopp bei 1,3170, ist der Weg frei bis 1,3480. Wir sind derzeit neutral für die Gemeinschaftswährung.

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Kommentare

Herr Fugmann, die Iberer allein haben die Immobilienblase nicht aufgebläht; es haben sich internationale Player wie z.B. deutsche Banken und Pensionsfonds mit hunderten Milliarden €uros großzügig daran beteiligt und auch Milliarden daran verdient. Sie sollten das der Fairness halber mal erwähnen. Vielleicht sollten Sie auch mal erklären, was Sie eigentlich mi diesen sog. "Zweckgesellchaften" meinen. Ein durchaus "gut informierter" spanischer Banker hat mir erklärt, daß es diese Zweckgesellschaften ( Banco malo )noch garnicht gibt. Es handle sich wohl mehr um überbewertete Positionen in der Aktiva der Bilanzen. Genau das wir aber von Wyman derzeit untersucht. Wissen Sie etwa mehr als die spanischen Insider? Glückwunsch! Ihren Prognosen hat es bisher wenig genutzt: seit dem Sie angefangen haben, die Götterdämmerung voraus zu sagen, ist der Dax um über 1500 Punkte gestiegen.

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