ROUNDUP Menschen sterben im US-Wirbelsturm 'Sandy' - Strom fällt aus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
30.10.2012, 09:04  |  433   |   |   

WASHINGTON/NEW YORK/BERLIN (dpa-AFX) - Der Wirbelsturm 'Sandy' hat die Ostküste der USA mit voller Wucht getroffen und etliche Menschen getötet. Nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN starben in Folge des Monstersturms mehr als ein Dutzend Menschen, unter ihnen mehrere Kinder. An der Küsten kam es zu katastrophenartigen Zuständen mit Regen und Überflutungen. In einem Atomkraftwerke im Bundesstaat New Jersey gab es Hochwasser-Alarm. Millionen Menschen waren ohne Strom. In New York setzten Fluten viele U-Bahn-Schächte unter Wasser.

Wie CNN am Dienstagmorgen meldete, traf ein Ast nach Polizeiangaben im US-Staat Pennsylvania einen achtjährigen Jungen und tötete ihn. Zuvor waren schon bei New York zwei Kinder in einem Haus von einem herabstürzenden Ast erschlagen worden. Nach Angaben der Behörden spielten die beiden im ersten Stock des Hauses im Landkreis Westchester, als der große Ast das Dach durchschlug und die Kinder unter sich begrub. Auch im New Yorker Stadtteil Queens durchschlug ein Ast das Dach eines Holzhauses und tötete einen 29-jährigen Mann.

MILLIONEN MENSCHEN OHNE STROM

Das öffentliche Leben in Millionenmetropolen wie New York, Washington und Philadelphia kam zum Erliegen. Laut CNN waren 6,5 Millionen Menschen in mehreren US-Bundesstaaten und in der Hauptstadt Washington von Stromausfällen betroffen. In einem New Yorker Umspannwerk gab es eine Explosion. Bilder zeigten einen gewaltigen Feuerball aus der Anlage in der Lower East Side von Manhattan am späten Montagabend. Von Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.

Die Nahverkehrssysteme sowie Schulen, Behörden, Theater, Büchereien, Parks und zahlreiche Restaurants und Geschäfte blieben vielerorts geschlossen. Auch die Vereinten Nationen und die Börse an der Wall Street in New York blieben zu. In das geschlossene U-Bahn-System der Millionenmetropole drang der Verkehrsbehörde MTA zufolge Wasser ein. Windböen peitschten durch die Stadt, immer wieder waren Sirenen zu hören.

Im Atomkraftwerk Oyster Creek südlich von New York wurde wegen eines bedrohlich ansteigenden Wasserspiegels Alarm ausgelöst worden, teilte die US-Atomaufsichtsbehörde NRC am späten Montagabend (Ortszeit) mit. Das Kraftwerk im Bundesstaat New Jersey sei zu dem Zeitpunkt bereits abgeschaltet gewesen. Wind, Sturmflut und Regen hätten das Wasser zunächst stark anschwellen lassen. In den folgenden Stunden sollte es aber rasch ablaufen, hieß es. Oyster Creek ist seit 1969 am Netz und das älteste laufende Atomkraftwerk der USA.

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