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Steuerprobleme Perseus Mining stellt Goldminenentwicklung in Elfenbeinküste zurück

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Gastautor: GOLDINVEST.de
07.12.2012, 15:09  |  3366   |   

Der australische Goldproduzent Perseus Mining (WKN A0B7MN) hält sich bei der Entscheidung über eine 115 Mio. USD schwere Entwicklung seines Sissingue-Projekts in der Elfenbeinküste erst einmal zurück. Man wolle zunächst abwarten, wie eine von der Regierung des Landes geplante neue Steuer genau aussehen werde, hieß es.

Mit der nun erst einmal zurückgestellten Entwicklung des Projekts will Perseus seine jährliche Goldproduktion aus Westafrika auf mehr als 400.000 Unzen steigern. Derzeit fördert das Unternehmen bereits 260.000 Unzen pro Jahr auf seiner Edikan-Mine in Ghana. Perseus hätte die Entwicklungsentscheidung in Bezug auf Sissingue schon vor Monaten treffen können, um so den Weg dafür freizumachen, dass die Mine 2014 in Produktion gehen kann. Doch die neue Steuer hat zu einer Verzögerung geführt.

Perseus-CEO Mark Calderwood hatte gestern erklärt, dass sein Unternehmen und andere Goldproduzenten, die in der Elfenbeinküste tätig sind, wie beispielsweise Newcrest Mining (WKN 873365) die Regierung drängen würden, die Unsicherheiten um die geplanten Änderungen schnellstmöglich zu beseitigen. Man habe auch den Eindruck, dass die Regierung eine schnelle Lösung wolle. Gespräche zwischen den Minenfirmen und Offiziellen seien bereits geplant.

Calderwood betonte, dass das Konzept einer solchen Steuer an und für sich nicht unangemessen sei, da die Steuerrate in der Elfenbeinrepublik eine der niedrigsten in Westafrika sei. Man habe kein Problem mit der geplanten Steuer an sich, doch sei die Regierung in Bezug auf deren Gestaltung und Struktur schlecht beraten worden, so der Perseus-CEO.

Der größte Streitpunkt für die Minenfirmen ist wohl die Tatsache, dass in der Berechnung der Steuer von Cashkosten von 615 USD pro Unze ausgegangen wird. Doch laut Calderwood arbeite keiner der in der Elfenbeinküste tätigen Goldproduzenten mit so niedrigen Kosten. Newcrest beispielsweise habe Cashkosten von mehr als 1.000 USD, während diese bei Randgold Resources (WKN A0B5ZS) zwischen 700 und 800 USD liegen würden. Man könne sich nicht erklären, wo diese 615 USD pro Unze herkämen, so Calderwood. Man arbeite aber daran, die Regierung über die Realität aufzuklären.

Calderwood hatte allerdings früher schon erklärt, dass die Branche zumindest zum Teil selbst dafür verantwortlich sei, dass viele westafrikanische und andere Staaten, darunter auch Australien, ihre Steuern erhöhen wollen. Der Perseus-Chef bezog sich dabei darauf, dass Goldfirmen vielfach nur die Cashkosten der Produktion melden würden, statt eine umfassendere Zahl zu nennen, die auch Investitionsaufwendungen, staatliche Beteiligungen sowie Steuern und Royalties enthält.

Diese Vorgehensweise ist weit verbreitet, da die Anleger Produzenten mit niedrigen Kosten bevorzugen. Laut Calderwood hätten die Firmen möglicherweise damit den Anlegern etwas vorgemacht – aber eben auch den Regierungen.


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