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Rohstoffe Partystimmung bei Platin und Palladium

06.02.2013, 15:03  |  1383   |   |   

Aus Sorge um einen drohenden Angebotsengpass bei Platin und Palladium ging es mit deren Notierungen deutlich bergauf.  

Während Platin ein 16-Monatshoch markierte, stieg das deutlich niedriger gehandelte Palladium sogar auf den höchsten Stand seit September 2011 an. Weil in Südafrika, wo fast drei Viertel der globalen Platinförderung angesiedelt ist, Minen aus Kostengründen geschlossen werden, droht nach Ansicht von Barclays-Analysten in diesem Jahr ein Defizit in Höhe von 256.000 Feinunzen. Platin kostet mittlerweile wieder deutlich mehr als Gold. Aktuell beläuft sich die Prämie auf 3,5 Prozent. Dies stellt das höchste Niveau seit August 2011 dar. Unsicherheiten auf der Angebotsseite, gepaart mit positiven Konjunkturaussichten haben Investoren in Kauflaune versetzt. Am gestrigen Dienstag stieg die gehaltene Menge physisch gesicherter Platin-Finanzprodukte laut einer Datenerhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg mit 51,5 Tonnen auf ein neues Rekordniveau. Und auch ein Blick auf die Charttechnik stimmt positiv, schließlich gelang Platin ein signifikanter Ausbruch über die bei 1.700 Dollar verlaufenden charttechnischen Hürden.
Am Mittwochnachmittag präsentierten sich beide Schwestermetalle mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (April) um 22,90 auf 1.730,10 Dollar, während sein Pendant auf Palladium (März) um 0,45 auf 765,00 Dollar pro Feinunze zurückfiel.

Rohöl: Achterbahnfahrt geht weiter

Der Ölpreis präsentiert sich zur Wochenmitte mit nachgebenden Notierungen und folgt damit der Tendenz an den internationalen Aktienmärkten. Wieder einmal ging es mit der US-Sorte WTI etwas stärker bergab als mit der Nordseemarke Brent, was beim Spread zu einem neuen Jahreshoch führte. Meldungen, wonach die Seaway-Pipeline bis Ende 2013 weniger Öl als geplant von Cushing (dem Nymex-Lieferpunkt für WTI-Rohöl) an die Golfküste liefern kann, war für diese Entwicklung mitverantwortlich. Um 16.30 Uhr steht der Wochenbericht der US-Energiebehörde an – dies könnte dem Ölpreis neuen Drive verleihen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,48 auf 95,16 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,67 auf 115,85 Dollar zurückfiel.

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