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wikifolio.com inside Wie entsteht ein wikifolio und was passiert im Hintergrund?

Nachrichtenquelle: Andreas Kern
15.03.2013, 14:40  |  11321   |   |   

Viele Anleger und Trader fragen uns auf Messen, in Mails oder über einen unseren anderen "Social-Kanäle", was bei Lang & Schwarz im Hintergrund passiert. Wie entsteht ein wikifolio? Was muss gehedged werden, wenn ein Trader innerhalb eines wikifolios kauft?

Diesen Fragen möchte ich in diesem Blog-Beitrag näher beleuchten und kurz erklären.

 

Wie entsteht ein Wikifolio?

Ein Trader ist in der Welt von Wikifolio ein User, der auf wikifolio.com ein Musterdepot eröffnet hat und seine Anlage- und Tradingstrategie vorstellt, Trades durchführt und diese dokumentiert oder durch Kommentare erläutert.

Trader, die es durch ihre Strategie oder ihre Perfomance geschafft haben, genügend Follower für sich zu gewinnen, bekommen durch wikifolio.com die Möglichkeit, dass Lang & Schwarz ihr Musterdepot durch einen Index abbildet und ein Indexzertifikat auf diesen Index emittiert. Somit können die Follower und alle anderen Anleger direkt in das Musterdepot des Traders und in die Entwicklung das Musterdepots investieren - mir ihrem bestehenden Bank- oder Online-Brokerage Depot.

Sind zum Beispiel in dem wikifolio „WikiBlog-Trading“ 10.000,-€ Barmittel enthalten (bei einem Startkapital von 10.000,-€), dann liegt der daraus berechnete Index bei 100,00€. Dies ist auch der Kurs, zu dem das Indexzertifikat „WikiBlog-Trading“ von Anlegern gehandelt werden kann. 

Kauft der Trader nun für 1.000,-€ zehn Allianz Aktien zu 100,-€/Aktie und die Allianz steigt auf 110,-€ dann sind im wikifolio „WikiBlog-Trading“ folgende Vermögenswerte enthalten: Barmittel in Höhe von 9.000,-€ und Allianz Aktien im Wert von 1.100,-€ (zehn Aktien zu 110,-€/Stück) – also ein Gegenwert von 10.100,-€. Der aus diesem Musterdepot gebildete Index vollzieht diese Performance nach, was in diesem Beispiel ein Anstieg von 100,00€ auf 101,00€ bedeuten würde.

 

Barmittel von 2.976,72 € und Musterdepot Gesamtwert von 123.688,48 € am Beispiel "Deutschlands größte Familienunternehmen"
http://www.wikifolio.com/de/DEGROFAM-Deutschlands-gr-te-Familienuntern ...

 

Was passiert bei Lang & Schwarz, wenn ein wikifolio Trader handelt?

Diese Frage beantworten wir immer zweigeteilt. Zuerst findet die Verbuchung im jeweiligen Indexzertifikat des Traders statt, wie oben bereits beschrieben.

Der zweite Teil der Antwort ist etwas ausführlicher. 
Durch ein Geschäft eines Traders bei wikifolio entsteht bei Lang & Schwarz tatsächlich eine Position bzw. ein Risiko – selbst wenn auf der wikifolio.com Plattform nur „fiktiv“ gehandelt wird.

Um dies mit einem Beispiel zu veranschaulichen nehmen wir wieder das „WikiBlog-Trading“ wikifolio (Startkapital von 10.000,-€).

Kauft der Trader dieses wikifolios nun für die Hälfte seines Portfolios Volkswagen Aktien zu 125,-€, dann kauft er 40 Aktien in sein wikifolio. Jetzt hat das „WikiBlog-Trading“ wikifolio Follower im Gegenwert von 1.000.000,-€. Somit muss sich L&S nicht vor dem Risiko von 40 Volkswagen Aktien schützen, sondern vor dem 100-fachen davon, weil der Trader mit seinen 10.000,-€ im wikifolio einen Gegenwert von 1.000.000,-€ bewegt.

 

Dem wikifolio "WINNER plus Stern" folgen bereits 774.526,06 € - d.h. würde er in nur einen Wert komplett investieren, müssten man sich im Gegenwert von 774.526,06 € absichern
http://www.wikifolio.com/de/KISSME2-WINNER

 

Der L&S Volkswagenhändler hat nun die Aufgabe 4.000 Volkswagen Aktien abzusichern. Er macht das entweder dadurch, dass andere Kunden im selben Moment VW Aktien verkaufen und diese dem Händler gut reinpassen oder er kauft die Aktien selber zeitnah am Referenzmarkt.

Würde L&S dieses Sicherungsgeschäft (Hedge) nicht machen, VW um 5,-€ steigen und der Trader die Position wieder verkaufen, dann hätte L&S an diesem Geschäft 20.000,-€ verloren. Durch das Sicherungsgeschäft „verliert“ L&S an dem Trade des wikifolio-Traders zwar immer noch 20.000,-€, doch „verdienen“ sie entsprechend ihrer Hedgeposition.

Das Risiko, Kundenpositionen ungehedged zu lassen und darauf zu hoffen, dass der Kunde falsch liegt, entspricht nicht dem Geschäftsmodell eines Emittenten. Es ist vielmehr so, dass L&S durch die Vielzahl der Marketmaker Tätigkeiten die Geld-/Briefspanne vereinnahmen kann.

 

 

 



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