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Nigel Farage: „Holt Euer Geld von der Bank…“ - Seite 2

Gastautor: Heiko Schrang
28.03.2013, 19:06  |  14992   |   |   

Dem ist jedoch nicht so, da wir in Wahrheit ein Giral-Geldsystem (Geldschöpfung aus dem Nichts) haben, und als Folge daraus die Ersparnisse auf dem Konto nicht physisch existieren. Im Ernstfall sind sie nämlich nur ein kleines nettes Stück Papier – Girokontoauszug – auf dem ein paar Zahlen stehen. 

Im Heute-Journal des ZDF vom 19.03.2013 sagte der Erfüllungsgehilfe der Hochfinanz und Bilderberger-Teilnehmer, Wolfgang Schäuble, einen bemerkenswerten Satz: „Die Spareinlagen sind in Deutschland und in allen europäischen Ländern sicher, weil die Vorstellung, dass irgendein europäisches Land zahlungsunfähig wird unrealistisch ist.“

Damit verfährt er, wie der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker, der bereits 1999 erklärte, wie die EU-Politik funktioniert:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.

Anscheinend sind die Bilder aus dem Herbst 2007, als tausende Kunden vor den Filialen der Hypothekenbank „Northern Rock“ Schlange standen, um ihre Ersparnisse abzuheben, in Vergessenheit geraten.

Genauso sind die Ereignisse aus dem Jahre 2001 aus dem medialen Blickpunkt verschwunden, als Argentinien ins Chaos stürzte und die Bürger die Banken stürmten und daraufhin die Regierung das Abheben von Bargeld massiv beschränkte. Es kam zu Generalstreiks und großen Demonstrationen, die in Gewalt endeten. Schlimmer noch – wer dachte, dass er mit seinen Dollarkonten auf der sicheren Seite war, der wurde schwer enttäuscht. Er wurde zum Umtausch seines Dollar-Guthabens zu einem sehr schlechten Kurs in Pesos, gezwungen und verlor dadurch einen Großteil seines Vermögens.

Ähnlich wurde schon 1998 in Russland verfahren. Am 10.08.1998 sagte der damalige Präsident Jelzin, dass der Rubel auf keinen Fall abgewertet werde. Nur eine Woche später waren lange Schlangen vor den Geldautomaten zu sehen, da der Rubel nun doch abgewertet wurde. Selbst Dollar-Konten wurden in Rubel umgestellt.

Wir befinden uns aber im Jahre 2013, indem die EU-Kommission die Einschränkungen des Zahlungsverkehrs in Zyperns als rechtens erklärt. Die Maßnahmen sind durch den EU-Vertrag gedeckt. Laut Artikel 63 bis 65 des EU-Vertrags dürfen EU-Staaten, unter bestimmten Umständen, den freien Kapitalverkehr beschränken, wenn dies aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit notwendig sei.

Jedem weitsichtigen Menschen sollte klar sein, was das auch für deutsche Sparguthaben bedeuten kann.

Mit besten Grüßen

 

Heiko Schrang

Mit Auszügen aus dem Buch, an das sich kein Verlag traute „ Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“: http://www.macht-steuert-wissen.de/shop/index.php

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P.S.: Ich erhebe keinen Anspruch auf Absolutheit für den Inhalt, da er lediglich meine subjektive Betrachtungsweise wiedergibt und jeder sich seinen Teil daraus herausziehen kann, um dies mit seinem Weltbild abzugleichen. Weitere Anregungen auch in unserem Newsletterarchiv unter www.macht-steuert-wissen.de

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Gastautor

Heiko Schrangbeleuchtet regelmäßig die Themen Inflation und Staatsbankrott und berichtet über Sachwertanlagen wie 1A-Immobilien als Kapitalanlagen. Seit 2005 hält Heiko Schrang zudem Vorträge zu den Themen Inflation, Gold und Finanzkrisen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.macht-steuert-wissen.de

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