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Hohe Nachfrage auch aus den USA Australische Goldprägeanstalt muss am Wochenende arbeiten

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Gastautor: Björn Junker
30.04.2013, 15:15  |  2158   |   

Die australische Prägeanstalt Perth Mint, die fast das gesamte Gold des fünften Kontinents veredelt, muss Wochenendschichten einlegen, um der Nachfrage gerecht werden zu können. Diese sei auf das höchste Niveau seit fünf Jahren gestiegen, hieß es, nachdem der Goldpreis zuletzt deutlich nachgab.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärte ein Vertreter der Perth Mint, dass es starkes Interesse auch aus den USA gegeben habe und die Käufer auf eine Erholung des Goldpreises setzen würden.

Der Preis für eine Feinunze Gold war in den zwei Handelssitzung bis zum 15. April um 14% eingebrochen, was den stärksten Preisrückgang seit 1983 darstellte und dazu führte, dass die Nachfrage nach physischem Gold in Form von Münzen und Barren sprunghaft anstieg. Auch in den USA ist die physische Nachfrage stark. Die dortige U.S. Mint könnte im April den stärksten Monat seit Dezember 2009 erreichen. Und in Indien liegt der Aufschlag, der gegenüber dem Spotpreis gezahlt wird, fünf Mal höher als vor dem Goldpreiseinbruch, berichtet Bloomberg.

Der Sprecher der Perth Mint jedenfalls sagte der Nachrichteagentur, dass man so eine hohe Nachfrage seit der Finanzkrise 2008 nicht erlebt habe. Gegenüber März habe sich der Absatz verdoppelt oder sogar verdreifacht, hieß es, ohne dass Zahlen genannt wurden.

Die starke physische Goldnachfrage könnte helfen, den Mittelabfluss aus mit Gold hinterlegten börsengehandelten Fonds (ETFs) zumindest zum Teil auszugleichen. Diese sind im zu Ende gehenden Monat auf Rekordkurs, zeigen Daten von Bloomberg. Die ETF-Abflüsse belaufen sich demzufolge im April bereits auf 168 Tonnen.

Aus dem offiziellen Sektor kommen derzeit aber weitere Käufe. Wie Zahlen des Internationalen Währungsfonds zeigen, haben die Notenbanken von Russland und Kasachstan ihre Goldreserven im März weiter angehoben. Die Interessenvertretung der Goldbranche, der World Gold Council, rechnet damit, dass die Zentralbanken 2013 bis zu 550 Tonnen Gold kaufen könnten. Im vergangenen Jahr erreichten die Käufe aus dem offiziellen Sektor bereits 534,6 Tonnen Gold.

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