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Sonderthema: Wie konnte man diesen Abverkauf frühzeitig erkennen?

Gastautor: Achim Mautz
21.06.2013, 08:48  |  1473   |   |   

Charttechnsiche Signale erkennen

Freitag 21. Juni 2013

Das Thema, um dass sich sehr viel in der Charttechnik dreht ist das Thema „Fehlsignale“. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Signalen. Das eine sind Signale, welche bestätigt werden und das andere eben Fehsignale.

Bestätigte Signale sind jene, wenn eine bestimmte Formation verlassen wird und am Folgetag quasi nochmals betätigt werden. Nehmen wir hierzu ein Beispiel. Wir sehen eine Flagge, Dreieck oder was auch immer und der Kurs bricht aus dieser Formation nach oben aus. Dies ist natürlich vom ersten Impuls her ein bullisches Signal. Ein bestätigtes Ausbruchssignal kommt aber erst dann zu Stande, wenn der Kurs am Folgetag erneut über dem Hoch des Ausbruchstages schließt. Bei Ausbrüchen nach unten, bedarf es spiegelverkerhrt natürlich eines neuen Tiefs, um ein bestätigtes Verkaufsignal zu generieren.

 

 

 

Soweit so gut. Warum ist dieses Thema nun für die jüngste Korrektur so wichtig?

Nun das allererste Signal, dass etwas im Markt nicht ganz in Ordnung ist, war der outside Reversalday am 22.05.2013. Hier gingen die Kurse kurzfristig über das Allzeithoch hinaus, um dann am gleichen Tag wieder in die Vortagesrange (Vortageskursspanne) zurückzukehren. Besonders bei neuen Hochs oder neuen Tiefs im Markt sind solche outside Reversals sehr zuverlässige Signale. Dies war also Fehlsignal Nummer 1.

Alleine aufgrund dieses Signals, konnte man aber noch keine stärkere Korrektur ableiten, aber es war schon einmal der Beginn einer mehrwöchigen Talfahrt nach unten.

Bei einem weiteren Blick auf den Chart des S&P 500 ETFs sehen wir aber ein weiteres Fehlsignal.

 

 

Am Dienstag sahen wir einen Ausbruch im S&P über die so wichtigen 1.648 Punkte Marke. im ETF SPY war dies der Bereich um die 165. Das Signal war also schon einmal bullischer Natur. Doch anstatt den Ausbruch am Folgetag (Mittwoch) zu bestätigen und ein neues Hoch zu generieren, kamen die Kurse wieder in die alte Tradingrange zurück und somit hatten wir laut charttechnischer Definition ein Fehlsignal.

Was passiert also eigentlichen bei solchen Fehlaubrüchen? Nun zum einen werden natürlich einige Käufer angelockt, ein paar Shorts werden mit ihren Stops erwischt und der Markt geht eine Zeit lang in die richtige Richtung, bis Großinvestoren beginnen die Kurse zum Abladen ihrer eigenen Positionen zu nutzen und somit kräftig verkaufen. (bei einem Fehlausbruch nach unten ist das Szenario genau Spiegelverkehrt).

Solche Fehlsignale sind wohl unbestritten meist die besten Signale in die Gegenrichtung und führen oft zu sehr scharfen Gegenbewegungen.

Man muss also kein ausgefuchster Chartist sein, um solche Szenarien zu erkennen oder wenn man es dieses Mal falsch gemacht hat, eben beim nächsten Mal besser zu erkennen.

Übrigens kleiner Tip am Rande: Die besten Rallyes der letzten Jahre und fas nahezu alle Umkehrpunkte im S&P 500 nach starken Ausverkäufen waren Fehlsignale nach unten. Hier passierte genau das umgekehrte Szenario. Märkte vielen unter wichtige Unterstützungen, um diese am gleichen oder am Folgetag wieder zurückzuerobern (Fehlsignal nach unten). Diese sogenannten Bärenfallen führten dann zu wilden Kauforgien und die Kurse schossen in kürzester Zeit wieder gewaltig nach oben.

Wahrscheinlich wird wohl auch diese Korrektur mit einem Fehlsignal nach unten ihr Ende finden.


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CharttechnikRand


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