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Weitere Verschiebung Rio Tinto kann Exporte von der Kupfer- und Goldmine Oyu Tolgoi immer noch nicht aufnehmen

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Gastautor: Björn Junker
21.06.2013, 10:12  |  1678   |   

Es wird langsam zu einer Farce: Bereits zum 14. Juni hatte der Bergbaugigant Rio Tinto (WKN 852147) Mitarbeiter und Presse eingeladen, um den Beginn der Exporte von der riesigen Oyu Tolgoi-Mine in der Mongolei zu feiern. Doch dann wurde der Termin auf Grund letzter ungeklärter Fragen mit der Regierung des Landes auf den heutigen Freitag verschoben. Nur um nun erneut abgesagt zu werden…

Erst gestern hatte der für das gewaltige Kupfer- und Goldprojekt zuständige Rio Tinto-President einen euphorischen Brief an die Belegschaft des Konzerns geschrieben, in dem eine umfangreiche Zeremonie angekündigt wurde. Heute dann, kam die nächste Nachricht, in der es heißt, dass die Regierung der Mongolei den Konzern gebeten habe, den Beginn der Exporte erneut zu verschieben.

Es wird aber betont, dass Rio Tinto bereit sei, die Lieferungen aufzunehmen und alle Genehmigungen vorliegen würden. Es sei aber selbstverständlich, dass man erst mit der Auslieferung beginne, wenn die Regierung der Mongolei ihre Unterstützung dafür signalisiere.

Oyu Tolgoi könnte bis 2020 ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes ausmachen, sodass es nicht verwundert, dass die Regierung in Ulan-Bator ein besonderes Auge auf die Fortschritte von Oyu Tolgoi wirft. Dabei kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu harten Auseinandersetzungen zwischen Rio Tinto und der Regierung. Einen unrühmlichen Höhepunkt erreichte die Situation Anfang 2013. Da ließen Regierungsstellen alle Konten der Gesellschaft in der Mongolei einfrieren.

Auch in den vergangenen Wochen herrschte nicht unbedingt Einigkeit zwischen den Anteilseignern. Premierminister Norov Altankhuyag verlangte von Rio Tinto, alle Exportumsätze, die man mit der Mine macht, im Lande zu belassen. Rio Tinto wehrte sich gegen diese Forderung, man dachte dabei wohl auch an die Kontensperrungen zu Jahresbeginn. Letztlich setzte sich der Bergbaugigant mit seinen Vorstellungen durch. Die Mongolei verzichtet auf die Forderung, das Geld im Land zu behalten. Rio Tinto kann jetzt mit seinem Geld so umgehen, wie man möchte.


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