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Rund 45.000 IFAs wollen 34f - Seite 2

Nachrichtenquelle: Patrick Daum
13.08.2013, 06:45  |  1720   |   |   

In Baden-Württemberg waren die IHKen Karlsruhe und Ravensburg/Weingarten auskunftsfreudig. In Karlsruhe gingen bis Fristende 674 Anträge ein, die inzwischen alle bearbeitet sind. „90 Erlaubnisverfahren konnten wegen fehlender Unterlagen/Nachweise noch nicht abgeschlossen werden“, sagt eine Sprecherin. Bei der IHK Ravensburg/Weingarten gingen 472 Anträge ein, 335 wurden bisher registriert. Ablehnungen habe es keine gegeben. Die IHK der Landeshauptstadt Stuttgart verweigerte die Herausgabe von Zahlen. In der Stadt Stuttgart sind bisher 169 IFAs im Vermittlerregister registriert.

Das bevölkerungsreichste Bundesland, Nordrhein-Westfalen, verzeichnet nach Angaben der IHKen in Köln, Düsseldorf und Bonn/Rhein-Sieg 2.190 Anträge, von denen bisher 1.280 registriert wurden. „Bei uns wurden 420 Vermittler registriert“, erzählt ein Sprecher der IHK Düsseldorf. 480 bis 500 könnten es noch werden. „Wir werden das Moratorium nicht bis Dezember ausnutzen“, gibt er sich zuversichtlich. „Im August sollten alle Registrierungen durch sein.“ Das ist auf der anderen Rheinseite in Köln nicht der Fall: „Wir werden das Moratorium wohl bis Dezember in Anspruch nehmen“, sagt eine Sprecherin. 1.200 Anträge gingen in der Domstadt ein. 520 bis 530 sind registriert. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg hat bisher 340 Erlaubnisse erteilt. 150 seien noch in Bearbeitung, heißt es dort. Im Saarland sind derzeit 400 Berater und Vermittler registriert. „50 bis 60 könnten noch kommen“, schätzt ein Sprecher der IHK Saarbrücken. „Mehr als 500 sollten es nicht werden.“

Berater waren gut informiert

In Niedersachsen gingen knapp 2.000 Anträge ein, wovon bereits 1.651 registriert sind. Die meisten bei der IHK Hannover. Die Landeshauptstadt verzeichnet 1.001 34f-IFAs. Wie viele dort noch das Moratorium nutzen, ist jedoch unbekannt. Bei der IHK in Lüneburg/Wolfsburg gingen 500 Anträge ein. 430 Erlaubnisse wurden erteilt. „Die anderen 70 Berater haben ihre Anträge nicht vollständig eingereicht und dürfen derzeit nicht arbeiten“, erläutert ein Sprecher. Bei ihnen wird es wohl auf das reguläre Erlaubnisverfahren hinauslaufen. Bei der IHK in Osnabrück ist bisher weniger als die Hälfte der 483 Antragsteller registriert. „Ende Juni kamen noch eine ganze Menge Anträge rein“, erzählt eine Sprecherin. „Ein Antrag kam erst Mitte Juli, das war leider zu spät.“ Ansonsten sei aber alles glatt gelaufen. „Wir haben seit November 2012 über 2.000 mögliche Betroffene angeschrieben und haben drei Infoveranstaltungen abgehalten mit jeweils etwa 50 Teilnehmern.“ Dass die unentwegten Informationen von Behörden, aber auch von Medien wie FundResearch, dazu führten, dass – bis auf wenige Ausnahmen – alle vom § 34f betroffenen Berater und Vermittler rechtzeitig ihre Anträge einreichten, wird auch ganz im Norden der Republik bestätigt. „Ein Antrag kam nicht fristgerecht“, sagt ein Sprecher der IHK Kiel. „Da geht der Dank auch an Medien wie Sie.“ In Kiel sei man insgesamt gut organisiert gewesen: „Am 1. Juli haben wir noch Anträge angenommen, fristgerecht gestempelt und die Berater aufgeklärt, dass sie sich keine Sorgen machen müssen und das Moratorium nutzen können“, so der Sprecher. Kiel verzeichnete 500 Anträge, von denen ca. 450 bereits registriert sind. Bei der IHK in Flensburg gingen 193 Anträge ein, davon 187 für das vereinfachte und sechs für das reguläre Verfahren. 181 seien bereits registriert, zwölf nutzten das Moratorium. „Ab der 24. und 25. Kalenderwoche ging es nochmal richtig ab“, erinnert sich eine Sprecherin. „Schlag 2. Juli stand das Telefon dann still. Es gab keinerlei Beschwerden von Beratern, die zu spät kamen, das hat uns gewundert“, bestätigt sie die Eindrücke aus Osnabrück und Kiel.

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Disclaimer

Rund 45.000 IFAs wollen 34f - Seite 2 FundResearch hat mit 20 von 80 IHKen in Deutschland gesprochen und dabei einige Stimmen zum Berateransturm am Fristende in Erfahrung bringen können.