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Alternative für Deutschland AfD-Landesverbände von rechts unterwandert

02.09.2013, 16:27  |  1852   |   |   
In der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) mehren sich Stimmen, der Bundesvorstand müsse noch vor der Wahl entschiedener gegen rechte Umtriebe in den eigenen Reihen vorgehen. Der Hamburger AfD-Sprecher Jörn Kruse sagte gegenüber dem Hamburger Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“: „Es lässt sich leider nicht leugnen, dass sich in mehreren Ländern systematisch rechte Gruppen formieren, die auf Inhalte und Image unserer Partei Einfluss nehmen wollen.“
 
Im Verhältnis zu 16.000 AfD-Mitgliedern sei die Zahl rechter Agitatoren zwar sehr klein, diese seien dafür aber „gut vernetzt und sehr aktiv“. „Wenn wir nicht handeln“, warnt Kruse gegenüber dem Nachrichten-Magazin, „könnten diese Leute unbehelligt Unterstützer für die Parteitage nach der Wahl sammeln.“
 
Besorgt äußerte sich auch Baden-Württembergs Landeschefin Elke Fein. „Die allermeisten AfD-Mitglieder haben keine rechten Positionen.“ Dies müsse die AfD stärker kommunizieren. Feins Landesverband hat als erster AfD-Verband beschlossen, in Zukunft keine Überläufer der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ mehr aufzunehmen, führt der „Spiegel“ aus. Doch nach Schätzungen des Freiheit-Parteichefs René Stadtkewitz sind bereits 350 Mitglieder seiner Partei zur AfD gewechselt. Dort besetzen sie Posten in mehreren Landesvorständen und kandidieren auf Landeslisten.
 
AfD-Parteichef Bernd Lucke hingegen beteuert: „Extremisten jeder Art haben bei uns keine Chance. Wir werden nicht von rechts unterwandert,“ zitiert der "Spiegel". Einen Aufnahmestopp für Freiheit-Mitglieder lehne er jedoch ab. Die Partei „Die Freiheit“ habe zwei Lager; die Überläufer zur AfD stammten aus dem gemäßigten Teil, meint Lucke.
 

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