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Deflation oder Inflation? EZB-Zinssenkung als Warnsignal

Die überraschende Zinssenkung der EZB wirft die Frage auf, ob wir uns nun einer Deflation näheren. Die Börse reagierte zunächst mit neuen Höchstkursen und mit einer Übertreibung bei Twitter.

Die EZB senkte überraschend den Zins von 0,5 auf 0,25%, was den DAX am 7. November auf den neuen Rekordstand von 9.180 Indexpunkten im Hoch katapultierte. Nach guten Arbeitsmarktdaten in den USA schloss der DAX am Freitag bei 9078 bzw. nachbörslich bei 9096 Indexpunkten.

Der Dow Jones schloss nahe des Allzeit-Hochs bei 15.762 Indexpunkten. An der Wall Street war der Börsengang von Twitter das Hauptereignis der letzten Woche. Der Börsenkurs von Twitter verdoppelte sich noch am Tag der Börseneinführung von 26 auf über 50 USD, um dann auf 42 USD zu konsolidieren. Greenspan würde das eine „überschwängliche Übertreibung“ nennen. Twitter hat zwar 250 Mio. User, macht aber im Gegensatz zu Facebook noch Verluste. Zudem hat Facebook 1,2 Mrd User. Mit einer Marktkaptalsierung von 17 Mrd € ist Twitter für mich zu hoch bewertet und wird im Kurs demnächst wohl kräftig fallen. Hier werden die Shorties ihre Freude haben.

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 Der Euro gab durch die Zinssenkung deutlich auf unter 1,34 EUR/USD kräftig nach. Begründet hat EZB-Chef Draghi die Zinssenkung mit der niedrigen Inflationsrate von 0,7% in Europa, was historisch die niedrigste Inflationsrate seit Bestehen der EU ist. Sparer werden durch diese niedrigen Zinsen kalt enteignet, was man auch finanzielle Repression nennt. Aus einem IWF-Papier ging hervor, dass der IWF eine Vermögensabgabe in Höhe von 10% empfiehlt, um die Schulden im Euro-Raum in den Griff zu bekommen. Kommt so eine Zwangsabgabe, werden nicht nur Sparer kalt enteignet.

Da der der Dollar wieder stärker wurde, konnten auch Rohstoffe nicht performen, die sich im Oktober noch gut erholt hatten. Die Notenbanken scheinen durch die Nullzinspolitik auch einer möglichen Deflation entgegenwirken zu wollen. Es gibt aber sehr unterschiedliche Inflationsarten in einzelnen Ländern. So stieg die Inflationsrate in China merklich an. Auch die Lebensmitteinflation bleibt hoch. Durch die expansive Geldmengenpolitik der Notenbanken gibt es auch eine Asset-Inflation im Bereiche Immobilien und Aktien, was aber auch zu „Bubble-„Bildungen führen kann.

Im Auge muss der Anleger auch weiterhin die Verschuldungssituation von einzelnen Ländern haben. Die Troika prüft gerade in Griechenland, ob Griechenland eine weitere Kredittranche ausbezahlt werden kann. S&P senkte das Rating in Frankreich von AAA auf AA aufgrund fehlender Reformen, was aber auch als weiteres Warnsignal  empfunden werden kann. Problematisch bleibt es auch in Italien. In den USA wird es im Januar wieder heiß hergehen, wenn dann ein neuer Haushalt und eine neuen Schuldengrenze beschlossen werden soll. Eine Nicht-Einigung wäre ein black swan.

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09.11.2013, 17:26  |  4735   |   |   

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