Goldpreis: COT-Report: Optimismus der Goldspekulanten auf Talfahrt
Foto: Deutsche Bundesbank

Goldpreis COT-Report: Optimismus der Goldspekulanten auf Talfahrt

07.12.2013, 15:00  |  4769   |   |   

Der am Freitagabend veröffentlichte  COT-Report der CFTC wies zum fünften Mal in Folge einen nachlassenden Optimismus der spekulativen Marktakteure aus.

Bei der Anzahl offener Kontrakte, dem sogenannten Open Interest, kam es im Berichtszeitraum ebenfalls zu einem Rückgang. Dieser fiel in der Woche zum 3. Dezember von 394.432 auf 386.436 Futures (-2,0 Prozent) zurück. Um einiges ausgeprägter fiel hingegen das Minus der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten aus. Sie rutschte innerhalb einer Woche von 28.236 auf 22.299 Kontrakte (-21,0 Prozent) ab. Bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) gab es sogar erstmals seit Ende Juli eine Netto-Short-Position (pessimistische Markterwartung) zu vermelden. Deren Position drehte sich nämlich 1.681 auf minus 392 Kontrakte und kann nun als mehrheitlich bearish bezeichnet werden. Bei den Großspekulanten (Non-Commercials) war die Skepsis ebenfalls auf dem Vormarsch. Deren Netto-Long-Position reduzierte sich von 26.555 auf 22.691 Kontrakte (-14,6 Prozent). Damit erodierte deren Optimismus innerhalb weniger Wochen von 100.236 Futures (29.10.13) um mehr als 75 Prozent. Noch weniger ausgeprägt war der Optimismus zuletzt vor fünf Monaten.

Gold: Starke US-Wirtschaft belastet

Die schwache Tendenz des Goldpreises hinterließ auch unter den Analysten ihre Spuren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter 29 Analysten rechnet eine Mehrheit von über 55 Prozent für die kommende Woche mit einem schwächeren Goldpreis. Fast 38 Prozent halten einen steigenden Goldpreis für wahrscheinlicher. Dass die US-Notenbank Fed früher als erwartet den Geldhahn zumindest etwas zudrehen wird, scheint eine ausgemachte Sache zu sein. Vor dem Wochenende lieferte hierfür der Novemberbericht vom US-Arbeitsmarkt neue Hinweise. Der Rückgang der Arbeitslosenrate von 7,3 auf 7,0 Prozent und das Schaffen 203.000 neuer Stellen war keineswegs erwartet worden. Weil auch andere US-Konjunkturindikatoren besser als erwartet ausgefallen waren, fragt sich die globale Börsianerschar, was nach der Liquiditätsflut wohl passiert. Das Argument Inflationsschutz lief bislang eher ins Leere.
 

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Warum werde ich den Verdacht nicht los, dass ganz gezielt und immer vehementer gegen EM und deren Besitz geschossen wird?

Die "Fachleute" schießen wie Pilze aus dem Boden, vor allem dieser unglaublich kluge Journalist tut sich hierbei immer wieder besonders hervor, es stinkt gewaltig...

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