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Schleppende Transporte Deutsche Bundesbank hat seit Anfang 2013 erst 5 Tonnen Gold aus den USA zurückgeholt

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Gastautor: Björn Junker
21.01.2014, 11:37  |  1805   |   

Am 16. Januar 2013 hatte die deutsche Bundesbank mitgeteilt, man werde die gesamten 374 Tonnen Gold, die bei der der Banque de France in Paris sowie 300 Tonnen des gelben Metalls, die bei der US-Notenbank in Manhattan eingelagert sind, zurück nach Deutschland holen. Ein Jahr später sind davon erst ganze 37 Tonnen eingetroffen.

Und davon kamen gerade einmal 5 Tonnen Gold aus den USA, der Rest aus Frankreich. Die US-Notenbank hält 45% der 3.396 Tonnen deutschen Goldes.

Es verwundert nicht, dass sich angesichts dieser Nachricht neue Spekulationen ergeben, ob das deutsche Gold in den Tresoren in Manhattan überhaupt noch vorhanden ist, oder ob es eingeschmolzen und verliehen oder sogar verkauft wurde. Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Mitteilung der Bundesbank gab es Gerüchte, dass Deutschland sein Gold zurückholen wolle, da die Fed deutschen Offiziellen einige Monate zuvor einen Ansichtstermin verweigert hatte.

In der „Welt am Sonntag” trat die Bundesbank den Spekulationen entgegen und gab bekannt, dass der Transport aus Paris einfacher sei und deshalb schneller aufgenommen werden konnte. Zudem hätten die Pariser Barren bereits die richtige Größe und Form, was bei den Barren aus den USA nicht der Fall sei, sodass diese geschmolzen und umgegossen werden müssten. Das allerdings werde nicht vor, sondern nach dem Transport geschehen. Dass das die Verschwörungstheoretiker beruhigen kann, darf allerdings bezweifelt werden.

Denn die weitgehende Unfähigkeit, das Gold aus den USA zu bewegen, trat auf, obwohl die Bundesbank die Hilfe der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Anspruch nahm, der „Zentralbank der Zentralbanken” aus der Schweiz, die schon anderen Notenbanken bei Goldumschichtungen behilflich war und große Erfahrung mit diesen Vorgängen hat. Und dennoch konnten die Sicherheitstransporte erst nach monatelangen Vorbereitungen aufgenommen werden.

Auch die Bank of England hält deutsches Gold, rund 13% der Bestände, während Paris insgesamt 11% des Goldes aus Deutschland eingelagert hat. Der Rest liegt bei der Bundesbank in Frankfurt.

Im November 2011 hatte bereits Venezuela auf Anordnung des mittlerweile verstorbenen Präsiden Hugo Chavez rund 180 Tonnen Gold aus den Tresoren in London abgezogen, um sie bei der Zentralbank in Caracas einzulagern.


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