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Profis setzen wieder auf die Edelmetalle Steigt Gold, steigt Silber

Gastautor: Niall Delventhal
26.02.2014, 12:19  |  4652   |   |   

Mehr als elf Prozent konnte der Goldpreis seit Jahresbeginn nun schon zulegen, aktuell notiert das gelbe Edelmetall bei rund 1.340 US-Dollar je Feinunze. Aber was ist mit dem „kleinen Bruder“, wie ihn scherzhaft Börsianer nennen?

Denn steigt Gold, steigt auch Silber, das ist bekannt. Aber was treibt den Goldpreis und welches Potenzial hat Silber noch in den kommenden Wochen? Denn auch der Silberpreis konnte seit seinem Tief im Jahr 2013 schon wieder 19 Prozent zulegen.

Die Gründe für den Anstieg beider Preise sind schnell ausgemacht. Der Hauptgrund ist der schwache US-Dollar aufgrund schlechterer Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten, welche zusätzlich der US-Notenbank keine Argumente geben, den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik noch schneller zu vollziehen. Hinzu kam die erhöhte Nervosität an den Aktienmärkten zu Beginn des Jahres, hervorgerufen durch die Turbulenzen bei den Schwellenländer-Währungen. Ein beachtlicher Anstieg der physischen Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern hat sich ebenfalls als preistreibend erwiesen.

Schwacher Greenback sorgt für Preisanstieg

Der US-Dollar wirkt zuletzt angeschlagen, die Last andauernder enttäuschender US-Konjunkturdaten nimmt den Druck nicht vom Greenback und lässt Euro, Pfund und Yen gegenüber dem Dollar weiter steigen. Nicht nur die letzten Kennzahlen der Entwicklung um Verkäufe und Bauprojekte von US-Immobilien enttäuschten, vielmehr zeigt sich die gedrosselte Wirtschaftsleistung auch in bedeutenden Bereichen wie der Industrieproduktion, den Verkäufen des Einzelhandels und auch im schleppenden Zuwachs an Arbeitskräften, welcher deutlich hinter dem Durchschnitt der vergangenen Jahres hinterher hinkt. Es ist genau dieses Szenario eines schwachen Dollars, aus dem die Edelmetalle ihren Vorteil ziehen.

Größtes Risiko bleibt die US-Notenbank

Die größte fundamentale Bedrohung für die Rallye der Edelmetalle wäre eine aggressivere Taper-Haltung der US-Notenbank - ein Szenario, das die Nachfrage nach dem Greenback stärken sollte, da Inflationsgefahren damit sinken. Viel Neues zu diesem Thema wird die neue Frau an der Spitze womöglich heute in ihrer Rede nicht bieten. An der künftigen Fortsetzung des schrittweisen "Tapering“ wird sie kaum rütteln und Argumente für eine noch schnellere Drosselung des monatlichen Ankaufprogramms sind aktuell schlicht nicht existent. Wichtiger ist dafür die Veröffentlichung der revidierten US-Wachstumszahlen für das vierte Quartal. Erwartet wird eine Revision der Rate auf 2,5 Prozent von zuvor gemeldeten 3,2 Prozent. Schlechtere Daten sollten sich weiter preistreibend auf den Goldpreis auswirken.

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