DAX+0,67 % EUR/USD-0,38 % Gold+0,48 % Öl (Brent)-0,04 %

Edelmetall - Gold Was die Gold-Silber-Ratio über die Deflation verrät

Gastautor: Adrian Ash
18.03.2014, 09:59  |  25046   |   |   

Die Gold-Silber-Ratio steigt, wenn das Geld knapp wird. Und gerade ist sie wieder am steigen…

Etwas Seltsames geschieht mit der Gold-Silber-Ratio, schreibt Adrian Ash von BullionVault.

Die Gold-Silber-Ratio zeigt an, wieviel Feinunzen Silber Sie gegen 1 Feinunze Gold tauschen könnten… vorausgesetzt natürlich, Sie finden jemanden, der an dieser Art Handel interessiert ist und keine Kommission anfällt. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass bei einem derzeitigen Wert von 65 eine Feinunze Gold genauso viel kostet wie 65 Feinunzen Silber.

Sie wird vor allem als Indikator für die Preisentwicklung von Gold und Silber verwendet. Je höher der Wert der Gold-Silber-Ratio ist, desto niedriger ist die Bewertung von Silber im Vergleich zu Gold.

Dieses Verhältnis ist aufschlussreich, da sich die Gold- und Silberpreise für gewöhnlich in die gleiche Richtung bewegen. Wenn man die einzelnen Tage betrachtet, so war dies zu 73% seit 1968 der Fall. Und im gleichen Zeitraum kam es lediglich einmal vor, dass Gold und Silber 7 Tage in Folge voneinander abwichen. Aber das Ausmaß der Bewegung variiert im Laufe der Zeit gravierend, wie aus dem Verhältnis hervorgeht.

Nun ist die Gold-Silber-Ratio in den letzten drei Wochen stark gestiegen und sprang auf den 6-Monats-Rekord von Januar zurück. Etwas, das sich nur schwer mit dem steigenden Goldpreis vereinbaren lässt. Und in der Tat würden einige technische Analysten hierbei von einer „Nichtbestätigung“ des Gold-Aufwärtstrends sprechen.

Warum? Weil Gold und Silber normalerweise miteinander verbunden sind. Jedoch schafft es momentan Silber nicht zu steigen, während Gold den sogenannten „Widerstand“ durchbricht, den zahlreiche Analysten mit 1361 USD auf das Hoch vom letzten Oktober ansetzten.



Das ist nichts Rätselhaftes. Zumindest noch nicht. Lange Zeit lag das Verhältnis ungefähr bei 1:20, was auch dem Vorkommen der beiden Edelmetalle entspricht. Ein Extremwert wurde beispielsweise im Jahr 1998 erreicht, als der amerikanische Großinvestor Warren Buffett rund 37% des weltweiten Silberangebots aufkaufte.

Im 21. Jahrhundert entsprach der Wert von einer Feinunze Gold meist dem von 50-70 Feinunzen Silber. Die Extreme bei der Gold-Silber-Ratio haben sich immer schnell wieder aufgelöst. Das 2-Monats-Hoch dieser Woche von 65 sollte niemanden beruhigen, außer vielleicht solche Hedgefonds, die besonders schlau sein wollen, indem sie Gold-Leerverkäufe tätigen und stattdessen Silber-Futures oder Optionen auf Kredit kaufen.
Seite 1 von 4


Diesen Artikel teilen

Silberbarren bequem von zuhause aus kaufen, hier!

Wertpapier

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
Zusammenbruch BankenFeinunze SilberGeld DruckenSilberangebotSilber


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Aus der Community
LUS Wikifolio-Index Performance von Kryptowährungen Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni