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EU-Wahl 2014 – Wer zieht wirklich die Fäden der Politmarionetten?

Gastautor: Heiko Schrang
16.04.2014, 17:04  |  3139   |   |   

"Normalerweise schützt eine Verfassung die Bürger vor den Politikern. Sie schränkt ein, was Politiker zwischen Wahlen beschließen könnten. Die EU-Verfassung und der Vertrag von Lissabon sind anders. Da werden die Politiker vor dem Einfluss der Wähler geschützt."
("New name - Same content", Jens-Peter Bonde, Mitglied des Europäischen Parlaments Seite 17)

2014 wird mal wieder ein Jahr, wo das Prinzip von Brot und Spiele greift. Zum einen laufen dieses Jahr Jogis Jungs bei der Fußball-WM auf und können gewiss sein, dass sie vollste Aufmerksamkeit erhalten.  Zum anderen sieht man derzeit überall in den Straßen Plakate, wo die Politdarsteller zur EU-Wahl aufrufen und das Gefühl vermittelt werden soll, der Bürger könnte etwas mitentscheiden.

Horst Seehofer hat am 20.05.2010 in der Sendung „Pelzig“ es so formuliert:  „Diejenigen, die entscheiden sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“ Womit er Recht hat. Die EU-Abgeordneten sind nichts weiter als Statisten in einem viel größeren Spiel, wo andere die Fäden ziehen.

Die Wahlschäfchen dürfen alle vier Jahre die Farbe ihres Zaunes, der sie umgibt, wählen, Damit wird ihnen das Gefühl gegeben, sie hätten ja selbst entschieden. Der Zaun, der sie umgibt, bleibt immer derselbe. Gebaut wurde er von den Strippenziehern, die seit vielen Jahren bereits im Hintergrund die Fäden der Politpuppen ziehen. Politisch links und politisch rechts sind dabei auch nur zwei Seiten ein- und derselben Medaille, gegossen in derselben Hexenschmiede. Mehr in dem gerade erschienen Hörbuch „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“, Sprecher, der bekannte Schauspieler Horst Janson. http://www.macht-steuert-wissen.de/shop/hoerbuch.php

Mittlerweile ist Informierten bekannt, dass eine geheime Nebenregierung in Brüssel existiert, und zwar den ERT („European Round Table of Industrialists“), gegründet von 17 führenden europäischen Industriellen, die einen massiven Einfluss auf die Geschehnisse in der EU hatte und immer noch hat. Der "Guardian", die liberale englische Zeitung, hat es einmal so formuliert, die Kommission sei "im eisernen Griff" des Round Table. Übrigens wurde diese geheime Nebenregierung, schon 1983 gegründet und zwar vom Fiat-Chef Agnelli.

Bereits 3 Jahre danach, 1986, wurde mit der einheitlichen Europäischen Akte das Bündnis zwischen EG-Kommission und ERT (also der Macht der Konzerne) beschlossen, was bei der zunehmenden Zentralisierung West-Europas eine wichtige Rolle spielte. Ein Jahr zuvor hatte der ERT beispielsweise gefordert, den Binnenmarkt durch einen Einheitswährung zu vervollständigen.

Was wenigen bekannt ist, im Frühjahr 1991 veröffentlichte der ERT einen konkreten Fahrplan für eine Europäische Währungsunion, diese wiederum hatte eine auffallende Ähnlichkeit mit dem im Dezember 1991 geschlossenen Maastricht-Vertrag. Mit anderen Worten Helmut Kohl und sein französischer Kollege Mitterand waren nur die Darsteller auf der Bühne, die das vom ERT vorgegebene Stück herunterspielten. 

Der ERT gilt als Zentralkomitee der EU-Großindustrie. Das System läuft nach dem Muster ab: Brüssel reguliert, zertifiziert, privatisiert, und wer davon profitiert sind nicht die Bürger, sondern die Industrie. Das Zauberwort hieß jahrelang Binnenmarkt.

Im Falle der EU müsste man von einer demokratisch nicht legitimierten Rätediktatur sprechen, denn die Entscheidungen der EU fallen in Komitees, Räten und Kommissionen. Der ursprüngliche Name war die EG, die jedoch derart vorbelastet war mit negativen Assoziationen, wie z.B. Milchseen, Butterberge, Subventionsbetrug etc., so dass aus der EG die EU wurde. Der Name klingt größer und besser, Europäische Union klingt so ähnlich wie USA, jedoch das Grundgerüst der EG besteht weiterhin und wurde nie abgeschafft, es erfolgt lediglich eine Namensänderung. Demokratie war nie Ziel der Initiatoren der Gemeinschaft. Jean Monnet, einer der Gründungsväter der Europäischen Union, sagte ganz offen: Ich hasse Demokratie! Sie ist total unbequem.

Und Jacques Delors, der frühere Präsident der EG-Kommission hat schon vor fast 20 Jahren formuliert: „Wenn wir es demokratisch gemacht hätten, wären wir gar nicht so weit gekommen.“

Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang die personellen Überschneidungen des ERT und der geheimnisumwitterten Bilderberg-Gruppe. Im Steuerungskomitee der Bilderberg-Gruppe saßen immer wieder ERT-Leute. Wer also in der Politik eine steile Karriere machen wollte, der musste auf eine Einladung zu einer dieser Treffen hoffen, um dann nach dem Motto zu agieren, „Dessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing!“.

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Gastautor

Heiko Schrangbeleuchtet regelmäßig die Themen Inflation und Staatsbankrott und berichtet über Sachwertanlagen wie 1A-Immobilien als Kapitalanlagen. Seit 2005 hält Heiko Schrang zudem Vorträge zu den Themen Inflation, Gold und Finanzkrisen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.macht-steuert-wissen.de

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