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Egbert Prior SLM Solutions mit starkem Auftragseingang

Gastautor: Egbert Prior
28.05.2014, 09:32  |  1716   |   |   

Leicht eingedampft und am untersten Rand der Preisspanne (18 bis 23 Euro) gelang am 9. Mai der erste Börsengang des Jahres. Aktuell notiert die Aktie mit 19,42 Euro leicht im Plus. Nicht selbstverständlich, schließlich erscheint die Bewertung äußerst ambitioniert. Marktkapitalisierung rund 350 Millionen Euro. Neunfacher Umsatz!

Am Dienstag legte der Hersteller von 3D-Druckern Zahlen für das erste Quartal vor. Der Umsatz schrumpfte "erwartungsgemäß" um knapp 5% auf 3,7 Millionen. Dabei hatten Investoren die Aktie im Hinblick auf  ein in Aussicht gestelltes rasantes Wachstum gezeichnet. Wie paßt das zusammen? – Wir sprechen mit Vorstandschef Markus Rechlin und Finanzvorstand Uwe Bögershausen. Die ersten drei Monate seien traditionell das schwächste Quartal, erläutern die Manager. Der Auftragseingang sei indes stark gestiegen. Bis zum 23. Mai hätten die Kunden 15 Maschinen bestellt, während es im Vergleichszeit-raum des Vorjahres nur 6 gewesen seien. Daher werde SLM Solutions  2014 kräftig wachsen. Equinet geht von einem Umsatzsprung um 79% auf 39 Millionen Euro aus, 2015 sollen die Erlöse um weitere 50% auf 58 Millionen anziehen. Nach einer schwarzen Null 2014 sollen 2015 der Studie zufolge unter dem Strich gut 3 Millionen Gewinn hängen bleiben und 2016 rund 7 Millionen.

Selbst wenn diese Dreijahresprognose wahr wird, beliefe sich das KGV auf saftige 50. Solche Kennziffern erschrecken das Vorstandsduo nicht. Der Markt stehe am Beginn einer explosiven Entwicklung und sei derzeit noch winzig. 2012 kam der metallbasierte 3D-Druck, auf diesem Feld tummelt sich SLM, auf ein Volumen von ganzen 160 Millionen Dollar. CEO Rechlin und CFO Bögershausen rechnen vor: Sollte das Verfahren in Zukunft nur bei einem Prozent der gesamten Industrieproduktion angewendet werden, würde das Marktvolumen auf schätzungsweise 100 Milliarden Dollar explodieren.

Die Nordlichter glauben, in diesem Jahr bereits 40 bis 50 Drucker verkaufen zu können, nach 28 im letzten Jahr. Branchenexperten gehen davon aus, daß die sogenannte Additive Fertigung an der Schwelle ihres Einsatzes in der Serienfertigung steht. Referenzkunden von SLM sind General Electric, Alsthom, Siemens oder SpaceX. Die Raumfahrtfirma des genial-verrückten Multiunternehmers Elon Musk (Paypal, Tesla etc.) will in Zukunft Raketenteile drucken. Die Lübecker glauben, ihren Wettbewerbern technologisch etwa zwei bis drei Jahre voraus zu sein.

Statt mit nur einem schmelzen sie die Metalle gleich mit vier Lasern gleichzeitig. Das erhöht die Geschwindigkeit und senkt Kosten. Kritische Punkte, die eine weitere Verbreitung des 3D-Drucks bislang verhinderten. Etwa 15 Millionen der Mittel, die dem Unternehmen aus dem IPO zufließen (insgesamt 75 Millionen), sollen in Forschung und Entwicklung gesteckt werden. Außerdem geplant ein Engagement bei einem Produzenten der benötigten Metallpulver. US-Präsident Obama sagte in einer Rede zur Lage der Nation: "Der 3D-Druck hat das Potential, die Art und Weise, wie wir fast alles machen, zu revolutionieren." Ob die Technik auch die an der Börse üblichen Bewertungskriterien außer Kraft setzt, sei dahingestellt.

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