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Aktien Europa Richtungsweisend – die 10.000 Euro-Frage!

Sind 10.000 Punkte im DAX zu teuer? Dass diese Marke fällt ist keine grundsätzliche Frage, sondern nur eine Frage der Zeit. Die Frage ist aber heikel und richtungsweisend für Anleger und Investoren. Es wird verdammt spannend! Die Wahlen zum europäischen Parlament haben in Europa starke nationalistische Tendenzen erkennen lassen und deuten auf ein zunehmendes Misstrauen in Draghis Europolitik. Das Fiskalpaket ist längst nicht verankert und damit auch nicht ein funktionierender europaweiter Länderfinanzausgleich, die Grundbedingung für eine Gemeinschaftswährung. Dennoch nehmen die Börsen ein Hoch nach dem anderen und scheinen von all dem völlig unbeeindruckt zu bleiben.

Übernahmeaktivitäten sind hoch wie lange nicht, IPOs von Unternehmen ohne Erträge so zahlreich wie Ende der Neunziger. Doch ist das auch gesund?

Werfen wir einen Blick auf die langfristige Bewertung von Aktienmärkten. Es gab historisch nur zwei Phasen, vor der Weltwirtschaftskrise und während der Technologieblase, als der US-Aktienmarkt teurer bewertet wurde als heute. Doch was heißt eigentlich teuer für einen Aktienmarkt? Gemessen am langfristigen Kurs-Gewinn-Verhältnis ist es der S&P500 sicherlich schon, aber das kann auch noch länger Bestand haben.

Absicherung von Aktienschwankungen eine logische Weiterentwicklung des Value-Investing

Für viele Aktieninvestoren schien bis zur Finanzkrise trotz vieler vorangegangener Krisen das Thema Hedging nicht relevant zu sein, bis sie mit dem Schwingen des Pendels nach unten ausradiert wurden. Für uns ist daher eine Absicherung von Aktienschwankungen eine logische Weiterentwicklung des Value-Investing. Der Guru der meisten Value-Investoren Warren Buffett sagte einst, dass ihn volkswirtschaftliche Themen oder Zinsentscheide der FED bei der Auswahl seiner Aktien wenig interessieren. Das gilt sicherlich bei einzelnen Unternehmen. Dennoch befinden sich diese nicht im luftleeren Raum und so warnte auch Buffett vor zu hohen Häuserpreisen, kaufte Puts auf den S&P 500 und setzte auf einen schwächeren USD.

Punktgenaue Vorhersagen des Aktienmarktes sind so unwahrscheinlich wie im Lotto zu gewinnen. Dennoch lassen sich Tendenzen und Richtungen erkennen. Die Stimmung der Investoren und Schwankungen der Märkte werden in der Verhaltensökonomie gemessen und liefern damit die Grundlage für eine Wetterprognose an den Aktienmärkten. Der langfristige Trend, also ungefähr die Klimaforschung, wird dabei durch die Konjunkturerwartung vorgegeben. Mittelfristig ist der strategischen Bias entscheidend, wobei die aktuelle Wettervorhersage dagegen aus dem Sentiment kommt, welches die kurzfristige Stimmung wiederspiegelt. Und ist diese entgegen dem aktuell negativen Trend des strategischen Bias zu positiv, so ist Vorsicht angesagt. Hier könnte aktuell durchaus eine Analogie zu 2011 zu beobachten sein.

Eigentümerinteressen nachhaltig durchsetzen

Machen volkswirtschaftliche Voraussagen also Sinn? Wir denken schon! Wobei trotz allem die Bewertung und die Qualität der Unternehmen ausschlaggebend sind. Auch wenn Buffett auf Grund seiner Größe kaum noch in Nebenwerten aktiv ist, kann er inzwischen eben mit seiner Berkshire Hathaway auch bei Large Caps seine Eigentümerinteressen nachhaltig durchsetzen, wie z.B. zuletzt beim Kauf von Heinz Ketchup für 28 Milliarden USD. Wir müssen uns bei unseren Investments auf kleinere Werte wie Pulsion Medical Systems SE und Ciments Francais SA konzentrieren

Grundsätzlich ist der Einstieg in eine Aktie wichtig. Und somit zählen also in erster Linie doch der Preis und damit die relative Bewertung. Und wenn der Preis zu hoch ist, bleibt Cash die einzige Alternative. Müssen wir die 10.000 Punkte im DAX nehmen? Eigentlich ist es nur eine rein optische Hürde, wobei natürlich die Runde Zahl ein schöner Meilenstein ist.

Bleiben wir also bis zum Schluss auf der Party oder gehen wir vor dem letzten Drink nach Hause?

Nasdaq und Social Media haben bereits seit dem WhatsApp-Kauf von Facebook deutlich korrigiert. Eine Korrektur wird immer wahrscheinlicher. Die Notenbanksitzung am Mittwoch und der Bund-Future-Verfall am Donnerstag könnten der fehlende Auslöser werden.

 

Gastautor: Frank Fischer
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Disclaimer

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