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Klage in New York Deutsche Bank, HSBC und Bank of Nova Scotia sollen Silberpreis manipuliert haben

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Gastautor: Björn Junker
29.07.2014, 09:30  |  2329   |   

Die Deutsche Bank (WKN 514000), die Bank of Nova Scotia (TSX BNS) und die HSBC (WKN 923893) sehen sich Anschuldigungen gegenüber, den Silberpreis manipuliert zu haben. Ähnliche Klagen gab es bereits in Bezug auf die Festlegung des Goldpreises (Gold Fix) in London.

In einem Prozess, der in New York angestrengt wurde, klagt der Investor J. Scott Nicholson gegen die drei Banken, da diese angeblich den Silberpreis manipuliert hätten, um auf Kosten kleinerer Marktteilnehmer Gewinne zu machen. Nicholson behauptet, die Banken hätten ihre Position ausgenutzt und gesetzeswidrig den Richtpreis für Silber manipuliert, wobei sie gegen das Kartellrecht und den Commodity Exchange Act verstoßen hätten.

Das herrschende System schaffe ein Umfeld, das sehr anfällig für Manipulation und heimliche Absprachen sei, heißt es in der Klage. Die Preisfestlegung erfolge komplett geheim und es gebe keine Beobachter von außen und Aufzeichnungen seien ebenfalls noch nie veröffentlicht worden. Zudem gebe es keine Behörde, die den Auktionsprozess überwache oder die Daten verifiziere, die von den Beschuldigten eingereicht würden.

Ein Sprecher der Bank of Novia Scotia erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass man sich energisch gegen die Vorwürfe verteidigen werde. Eine Stellungnahme von HSBC und Deutscher Bank gab es zunächst nicht.

In dem Gerichtsverfahren wird eine nicht spezifizierte Entschädigung angestrebt und weitere Klagen gegen die in dem Silberprozess genannten und andere Banken wurden bereits angestrengt – unter anderem in Bezug auf eine angebliche Manipulation des Goldpreises.

Im Januar hatte die Deutsche Bank bekannt gegeben, sich aus dem Preisfestlegungsprozess für Gold und Silber zurückzuziehen. Und britische Behörden hatten einen Händler der Barclays Bank mit einer Strafe von fast 50 Mio. Dollar belegt, da er versucht habe, den Goldpreis zu manipulieren. Die Finanzmärkte werden genauer unter die Lupe genommen, seitdem eine Untersuchung im vergangenen Jahr zeigte, dass der Libor (London Interbank Offered Rate) manipuliert wurde.


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