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Intel steht treu zum Chip-Business ...

Gastautor: Klaus Singer
23.05.2000, 15:34  |  397   |   |   

Intel Corp. (Nasdaq NM: INTC) bleibt dem Halbleitergeschäft treu. CEO Barrett beteuert, auch in fünf Jahren werde das Microprozessor-Geschäft immer noch der größte Umsatzträger sein. Das gelte trotz der starken Wachstumsraten im Netzwerk-, Kommunikations- und Servicegeschäft.

"Unser Kerngeschäft (Chip-Fertigung) wächst mit 10% pro Jahr, die anderen legen gegenwärtig 50% zu, " sagte er und fügte hinzu, dass das Chip-Geschäft mehr als 50% des Umsatzes ausmache. Intel, größter Halbleiterhersteller der Welt, hat im Jahre 1999 29,4 Mrd. US-Dollar umgesetzt.

Anlässlich einer Pressekonferenz wurde der CEO außerdem gefragt, wie hoch die Kosten durch die kürzlich veranlasste Rückrufaktion von defekten Motherboards im Endeffekt seien. Barrett konnte keine genaue Zahl nennen, sagte aber, die Zahl der defekten intel 820 Chipsätze mit dem defekten Speicher-Hub sei gering. Auch dann wisse man nicht, ob alle Defekte im Feld wirklich erkannt und die Boards zurückgeschickt würden.

Die Fehler betreffen -wie bereits berichtet- Motherboards mit Rambus-Speicherarchitektur. Die Probleme sind weniger in tatsächlich defekten Chips, als vielmehr in einem Zusammenspiel (Timingproblem) zwischen im Grenzbereich arbeitenden Speicher-Hubs und ansonsten eingesetzten Bauteilen, einschließlich der Leiterplatte zu suchen. Daher könnten sich die vorsorglich genannten Kosten für die Behebung der Qualitätsmängel, die das nächste Quartalsergebniss mit bis zu einem Cent belasten, tatsächlich noch verändern - allerdings nicht zwangsläufig nur nach unten.

Barrett sagte auch, Intel arbeite zusammen mit anderen Unternehmen an Firewalltechniken, um Schäden, wie sie durch Viren entstünden, abzuwehren.

Intel-Aktien schlossen gestern unverändert bei 118 3/8 US-Dollar.

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