Es ist alles in Ordnung!

Gastautor: Bernd Niquet
20.12.2014, 13:00  |  2057   |   |   

In Mittel- und Westeuropa leben wir in der besten aller Welten, doch rund um uns herum gibt es immer mehr Armut, Chaos und Kriege.

 

Woran kann man es sehen, wie gut es uns geht? Einerseits natürlich an den Börsennotierungen. Wenn wir Russland kaufen wollten, könnten wir es jetzt zum halben Preis gegenüber dem Jahresanfang erwerben.

 

Andererseits sieht man es auch hieran: Menschen und Völker, die ein schweres Schicksal haben und ums Überleben kämpfen, reden über ernsthafte Dinge. Menschen und Völker, die hingegen im Überfluss leben, reden im besten Fall über Belanglosigkeiten.

 

Im besten Fall! Denn wer beispielsweise im Fernsehen die Rindfleischwerbung anschaut, in der das Stück Rindfleisch noch freundlich aus dem heißen Fett im Fonduetopf grüßt, weiß, wie ungünstigere Varianten aussehen.

 

Es gibt also eine direkte stabile negative Korrelation zwischen dem Geistigen und dem Materiellen. Eigentlich scheiße, aber wahr.

 

Vielleicht kommt unser Wohlstand auch daher, dass bei uns kein Gott mehr das Sagen hat. Mein Spruch des Jahres kommt daher von einem 14-jährigen Mädchen und lautet so: „Wenn es tatsächlich einen Gott geben würde, hätte er den Menschen die Welt schon längst weggenommen.“

 

Hat er aber nicht. Folglich kann es ihn nicht geben. Quod erat demonstrandum.

 

Ich wünsche Ihnen eine fröhliche Weihnachtszeit!

 



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1 Kommentare

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Kommentare

Dass es allen Mittel- und Westeuropäern gut geht halte ich für ein Gerücht - die meisten Volkswirtschaften wanken oder liegen bereits am Boden. Nur weil es uns aktuell (noch) zu gut geht heisst das nicht dass das so bleiben muss - aktuell werden noch die letzten Früchte gefuttert bzw. verteilt (Rente mit 63, Mütterrente, Mindestlohn, Herdprämie etc.), die Schröder mit der Agenda 2010 gepflanzt hat. Vor der Agenda hätte auch niemand behauptet dass wir 'in der besten aller Welten leben'.

Einen Gott brauchen wir aktuell scheinbar wirklich nicht mehr (zumindest diejenigen von uns ohne Migrationshintergrund)- wir können's uns offensichtlich leisten.

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