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M&G-Fondsmanager „Vorsicht vor Value-Fallen“

Gastautor: Patrick Daum
30.12.2014, 06:45  |  2007   |   |   

FundResearch-Fondsmanager-Talk: Daniel White, Manager des M&G North American Value Fund, erläutert seine Strategie und erklärt, worauf bei Value-Titeln zu achten ist.

Als „Value-Investing“ wird eine Anlagestrategie bezeichnet, bei der Kauf- und Verkaufsentscheidungen für Wertpapiere unter Bezugnahme auf deren realwirtschaftlichen Gegenwert (innerer Wert), getroffen werden. Eine eher trockene Definition. Daniel White, Fondsmanager des North American Value Fund (ISIN: GB00B0BHJH99) von M&G Investment, findet einfachere Worte: „Man kauft die günstigsten 25 Prozent an Aktien und wird den Markt mit der Zeit schlagen.“ Ein bis zwei Prozent Outperformance zur seiner Benchmark, dem S&P 500, verspricht sich White pro Jahr von seiner Strategie. „Da kommt mit der Zeit einiges zusammen“, sagt er im Gespräch mit FundResearch. 

Doch so einfach ist es natürlich nicht. „Dieser Weg ist voller Schlaglöcher“, erläutert der studierte Ozeanologe. „Man muss auf die Value-Fallen achten. Da möchte kein Value-Manager reintreten.“ Das ist einer der Gründe, weshalb er nur das günstigste Quartil des  rund 400 Aktien großen Universums kauft. Der andere ist, dass die Volatilität sonst zu hoch wäre. „Value-Fallen sind günstige Unternehmen, die aus guten Gründen niedrig bewertet sind“, sagt White. „Deshalb achte ich auf die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells.“ Die Unternehmensführung nimmt er ebenfalls genau unter die Lupe: „Hier sind Kompetenz und Good Governance entscheidend. Aggressiv investierende Führungsteams haben keine Chance. Bei ihnen ist die Gefahr des Schuldenmachens zu groß.“

Das Portfolio besteht aus 60 bis 100 Titel. „Ich möchte einen ganzen Korb günstiger Aktien, die künftig gut rentieren“, sagt der Fondsmanager. „Die Performance des Fonds soll nicht von ein paar wenigen Aktien kommen, sondern von einer Vielzahl.“ Das verspricht sich White unter anderem von Unternehmen wie Microsoft (3,0 Prozent des Portfolios), Google (2,8 Prozent), Johnson & Johnson (2,7 Prozent) oder J.P. Morgan (2,4 Prozent). Und das gelingt ihm auch: Für das laufende Jahr (Stand: 30. November 2014)  steht ein Plus von 24,3 Prozent für den knapp 540 Millionen Euro großen Fonds. Über den Zeitraum der vergangenen drei Jahre ging es um 94,4 Prozent nach oben bei einer Sharpe Ratio von beeindruckenden 2,46. Trotz des derzeit hohen Niveaus der US-Aktienmärkte, macht sich White um die nahe Zukunft keine Sorgen: „Im Value-Bereich sind viele günstige Titel dabei.“

M&G North American Value: Über drei Jahre mit Outperformance zur Peergroup

Quelle: FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)

(PD)



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