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Rohstoffe: Goldpreis: Warten auf die EZB-Sitzung
Foto: Deutsche Bundesbank

Rohstoffe Goldpreis: Warten auf die EZB-Sitzung

21.01.2015, 15:00  |  3459   |   |   
Im Vorfeld der für den morgigen Donnerstag anberaumten Sitzung der Europäischen Zentralbank hält sich der Goldpreis weiterhin wacker.
 
Im ETF-Sektor hat man seit dem Paukenschlag der Schweizer Notenbank wieder verstärkt Gefallen an Gold gefunden – obwohl seither auch viel Kapital in Aktien geflossen war. Der weltgrößte Gold-ETF SPDR Gold Shares verzeichnete am gestrigen Dienstag Zuflüsse von 730,89 (Freitag) auf 742,24 Tonnen. Zur Erinnerung: Mitte Januar wies das physisch besicherte Finanzprodukt auf Gold lediglich ein Gewicht von 707,59 Tonnen aus. Erheblichen Goldappetit kann man auch in China ausmachen, wo in dieser Woche der durchschnittliche Tagesumsatz an Ein-Kilogramm-Barren in Höhe von 30.044 kg den vergleichbaren Vorwochenwert um immerhin sieben Prozent übertroffen hat. Besonders interessant: Die Umsätze in der auch für ausländische Investoren zugänglichen Freihandelszone haben sich in den vergangenen Wochen signifikant erhöht.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis gegenüber Freitag mit steigenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 7,60 auf 1.301,80 Dollar pro Feinunze.
 
US-Erdgas: Achterbahnfahrt geht weiter
 
Innerhalb von lediglich sieben Handelstagen ging es mit dem nächstfälligen Future auf Henry-Hub-Erdgas in der Spitze um über 20 Prozent bergauf, um danach wieder um 15 Prozent einzubrechen. Dies hat dazu geführt, dass die historische 20-Tage-Volatilität seit Anfang November von 30 auf über 83 Prozent regelrecht explodiert ist. Schuld daran waren vor allem die Metereologen. Diese stellten nämlich den Marktakteuren zunächst kaltes Winterwetter und damit ein Anziehen der heizungs-bedingten Gasnachfrage in Aussicht, mussten diese aber wieder abschwächen. Analysten von BNP Paribas und Macquarie haben ihre Prognosen für den Gaspreis zuletzt markant nach unten revidiert. Während die Franzosen für 2015 eine Reduktion der bisherigen Prognose um acht Prozent auf 3,30 Dollar vornahmen, kürzten die Australier ihr Kursziel um 26 Prozent auf 3,10 Dollar pro mmBtu. Dank effektiveren Fördermethoden bei US-Schiefergas haben sich die Lagermengen nach ihrem im Frühjahr 2014 markierten Elfjahrestief schneller als erwartet wieder erholt. Am Donnerstagnachmittag wird die US-Energiebehörde EIA ihren aktuellen Wochenbericht zur Lage am Gasmarkt veröffentlichen – heftige Preisausschläge können daher nicht ausgeschlossen werden.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,089 auf 2,92 Dollar pro mmBtu.
 
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Nachdem Gold auf 1.300 USD je Unze gestiegen ist wurde die Position in die Stärke hinein verkauft. Der Goldpreis sollte um 1.300 USD je Unze für einige Tage schwanken. Positionen werden bei Schwäche (1.280 USD je Unze) aufgebaut und bei Stärke (1.305 USD je Unze) wieder abgebaut. Die Postion aller Hebelprodukte wird leicht ansteigen (bis max. 20%). Allerdings wird der aktuelle Newsflow (EZB, Griechenland) zu steigender Vola führen und damit das Risiko erhöhen, was im Trading berücksichtigt wird.

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