Druckerpresse

    5584 Aufrufe 5584 0 Kommentare 0 Kommentare

    Griechenland will sich über eigene T-Bills finanzieren und droht der EZB

    Der griechische Premierminister Alexis Tsipras will die in den kommenden Wochen drohende Finanzierungslücke Griechenlands mit kurzfristigen Anleihen, sogenannten T-Bills, überbrücken, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

    Jetzt liege der Ball bei der Europäische Zentralbank (EZB). Sollte diese nicht zustimmen, übernehme sie eine große Verantwortung, droht er: „Dann kehrt der Thriller zurück, den wir vor dem 20. Februar gesehen haben.“ Das wäre aber eine politische Entscheidung, „die nicht von Technokraten gefällt werden sollte“. Tsipras weiter: „Die EZB hält immer noch das Seil, das um unseren Hals liegt.“

    Nein zum Grexit - Eurozone hängt an Griechenland

    Einen „Grexit“ schließe er aus, „weil ich Europa liebe“. Mit der Eurozone, ergänzte Tsipras im Gespräch mit dem „Spiegel“, verhalte es sich wie mit einem Wollpullover: „Wenn er einmal anfängt sich aufzulösen, dann lässt sich das nicht mehr stoppen.“

    Reformvorschläge Griechenlands verteidigt

    Sechs Reformvorschläge will seine Regierung am Montag bei der Sitzung der Euro-Gruppe in Brüssel vorlegen. „Erstens: die Bekämpfung der humanitären Krise. Wir wollen eine elektronische Bürgerkarte schaffen, mit der staatliche Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können.“ Mit ihr sollen Bedürftige künftig Lebensmittel und Strom beziehen. Als weitere Punkte nannte er eine notwendige Verwaltungsreform, Ratenzahlungen für Steuerschulden, die Einrichtung eines politisch unabhängigen Steuerrates sowie eine Taskforce für Steuerkontrollen. Die Besetzung der Taskforce solle alle zwei Monate geändert werden, um Korruption zu verhindern.

    Mehr Taten als Worte - Der Maulkorb für Varoufakis

    Tsipras sagte zu Meldungen, dass er seinen Finanzminister Giannis Varoufakis zurückgerufen habe: „Ich habe von allen Mitgliedern des Ministerrates weniger Worte und mehr Taten gefordert, nicht nur von Herrn Varoufakis.“ (Lesen Sie mehr: Schulbank der Diplomatie - Maulkorb für griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis)

    Ökonom Sinn kritisiert ELA-Notfallkredite als Druckerpresse

    Zur Erhöhung des Drucks auf Griechenland, entschloss sich die EZB Anfang Februar, griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für Kredite anzuerkennen (wallstreet:online berichtete). Um den griechischen Banken aber nicht ganz den Geldhahn zuzudrehen und einen Zusammenbruch des Bankensystems zu verhindern, verlängerte sie stattdessen das Notkreditprogramm (ELA).

    Eine Entwicklung, die ifo-Chef Hans-Werner Sinn in der "WirtschaftsWoche" kritisiert: Die EZB muss „dem Ganzen einen Riegel vorschieben“. Das Problem: „Das Schöne am Euro ist, dass man sich Geld drucken darf, das anderswo als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert wird.“ Darüber hinaus liefere diese „Drucklizenz“ den Griechen ein Drohpotenzial gegenüber der Euro-Zone, um weitere Finanzhilfen zu erreichen (siehe: Hans-Werner Sinn: "Kapitalverkehrskontrollen statt Euro-Druckerpresse!")

    Die EZB sei gut beraten, weniger ELA-Kredite zu vergeben und Griechenland zu zwingen, Kapitalverkehrskontrollen und Kontingente für die Kontoabhebungen einzuführen. Kapitalkontrollen statt Druckerpresse – für Sinn der einzige Weg Griechenlands aus der Krise.

    Lesen Sie auch unseren Fakten-Check: Wie funktioniert das eigentlich mit dem Gelddrucken?



    Reports
    Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!




    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!

    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.

    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"

    Mehr anzeigen

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"


    Druckerpresse Griechenland will sich über eigene T-Bills finanzieren und droht der EZB Der griechische Premierminister Alexis Tsipras will die in den kommenden Wochen drohende Finanzierungslücke Griechenlands mit kurzfristigen Anleihen. Jetzt liege der Ball bei der EZB. Sollte diese nicht zustimmen, übernehme sie eine große Verantwortung.

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet. Eine vorgeschriebene allgemeine Mitteilung gemäß BaFin-Beschluss.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero