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Ölpreis US-Fracking-Industrie leidet: Jeder Dollar zählt

03.04.2015, 07:59  |  6870   |   |   

US-Amerikanische Öl-Unternehmen stehen vor immer größeren Problemen. Der Preisverfall hat ihnen buchstäblich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Viele versuchen, das größte Unheil abzuwenden - mit beinahe jedem Mittel.

Bereits im Februar berichtete wallstreet:online von der verheerenden Lage der US-Fracking-Industrie. Der US-Ölrausch ist vorbei - Vom Öl-Traum zum Öl-Trauma hieß die Schlagzeile. Der Hintergrund: Aufgrund des Einbruchs beim Ölpreis wurden viele Förderfelder in den USA runter geschraubt oder aber ganz zugedreht. Von Investitionen ist längst keine Rede mehr. Beachtlich ist das, weil die Fracking-Industrie auf der anderen Seite des Atlantiks noch vor rund einem Jahr als Hoffnungsträger, ja als Wirtschafts-Turbo galt. 

Doch der tiefe Ölpreis hat alles geändert: Statt Hoffnung regiert vieler Orts Tristesse. Verdeutlicht wird das Ausmaß des Fördereinbruchs durch Zahlen: Seit Mitte Oktober ist die Zahl der US-Bohranlagen um fast 50 Prozent gefallen. Das berichtet die "Welt" mit Verweis auf eine Statistik der Ölservicefirma Baker Hughes. 

Ein Sinnbild der Entwicklung ist der verzweifelte Versuch, Gerätschaften loszuwerden. Wie die "Welt" berichtet, sind Auktionshäuser voll von schwerem Gerät für die Ölförderung. Firmen versuchen, ihre Ausrüstung zu Geld zu machen - und verzichten dabei ihrerseits auf viel Geld. Schnäppchenjäger wittern Beute.

Gewiss: Der Ölpreisverfall bereitet längst nicht nur der US-Fracking-Industrie Probleme. Andernorts zieht er die gesamte Wirtschaftkraft runter. Allen voran in Russland. Dort ist die Entwicklung derart dramatisch, dass Experten selbst eine Staatspleite nicht mehr ausschließen (siehe: Russland auf dem Weg zur Staatspleite? Notfallreserven zur Hälfte aufgebraucht).

Doch was bedeutet überhaupt der Ölpreis? Anfang März deutete sich eine Revolution auf dem Ölmarkt an. Über Jahrzehnte hinweg waren die Unterschiede zwischen den beiden Sorten Brent und WTI minimal. Nachdem beide Sorten Anfang des Jahres an Tiefpunkten angekommen waren, entwickelte sich das europäische Brent jedoch deutlich stärker - ein Paradigmenwechsel?

Einschneidende Folgen könnte der Verfall des Ölpreises übrigens auch für Anleger haben: Wie wallstreet:online berichtete, sind die Anzeichen alarmierend, dass Anlegern von geschlossenen Öl-Fonds der Ruin droht (siehe hier).

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